Gedenktag katholisch: 2. Februar
Fest im Bistum Würzburg
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Bamberg
Diözesankalender Fulda
Erhebung der Gebeine: 14. Oktober
Gedenktag evangelisch: 2. Februar
Name: bedeutet der starke Schützer (althochdt.)
Tilman Riemenschneider:
Holzstatue eines Bischofs, wohl Burkard von Würzburg,
um 1515/1520, National Gallery of Art in Washington

Burkard war einer der angelsächsischen Benediktinermönche, die mit Bonifatius - der ihn wohl auch zum Priester geweiht hatte - zur Mission aufs Festland ausgezogen waren. Vor 737 wirkte er wahrscheinlich in der Lombardei *. 737 reiste er nach Rom und traf dort mit Bonifatius und Lullus von Mainz zusammen. Ende des Jahres 742 wurde er von Bonifatius zum ersten Bischof von Würzburg geweiht - Bonifatius besetzte die neu gegründeten Bistümer mit Männern seines Vertrauens -, wobei er die ersten Jahre wohl in Neustadt am Main lebte.
Nachdem Immina 741/742 ihr Kloster
von Würzberg nach Karlburg
verlegt hatte, wanderte Burkard mit seinem Bischofssitz nach Würzburg. 742 assistierte
Burkard Bonifatius
in Sülzenbrücken
in Thüringen bei der Weihe Willibalds
zum Bischof von Erfurt.
743 bestätigte Papst Zacharias
die Weihe Burkards zum Bischof, im selben Jahr nahm er am Concilium Germanicum
teil - der ersten deutschen SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.,
die von Karlmann und Pippin III.
einberufen worden war. 743 war er Teilnehmer der Synode in Estinnes
im Hennegau und 747 an der Synode, die Karlmann für Austrasien
einberufen hatte.
Am 8. Juli 743 ließ Burkard die Gebeine von
Kilian und seinen Gefährten erheben und in
die Kirche auf den Marienberg in Würzburg
bringen. 746 wurden diese Gebeine noch einmal erhoben und an den Ort der
Bestattung - einem früheren Pferdestall auf der rechten Mainseite -
zurückgeführt; dort stand wohl schon eine nach schottischer Bauweise aus
zugehauenem Holz
gebaute Bischofskirche. Die Reliquien wurden dann 752 in das
Domstift übertragen, das mit irischen Benediktinermönchen
besetzt wurde. 748 unternahm Burkard seine zweite Reise nach Rom
und übergab Papst Zacharias die
Oboedienzerklärung, das von den fränkischen Bischöfen auf der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
von 747 unterzeichnete Gehorsams- und Treuebekenntnis.
Burkard-Statue auf der Mainbrücke in Würzburg

Um 750 gründete Burkard in Würzburg das Andreaskloster unterhalb des Marienberges als Sitz der DomklerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.. Zusammen mit Abt Fulrad von St-Denis reiste er 750 / 751 nach Rom, um die Zustimmung von Papst Zacharias zur Absetzung von Merowingerkönig Childerich III. einzuholen; damit wurde der Weg für den Karolinger Pippin III. frei. Der stattete dann nach seiner Wahl Anfang 752 das Bistum Würzburg mit dem Zehnten aus und verlieh ihm Immunität.
Anfang 754 dankte Bischof Burkard ab und ging mit sechs seiner Mönche nach
Hohenburg - dem heutigen Homburg
am Main; in Michilstat
- möglicherweise bei Homburg gelegen - wollte er ein
Kloster bauen. Der Überlieferung nach lebte er hier in einer Tropfsteinhöhle,
der heute nach ihm benannten Burkardusgruft
unterhalb des Schlosses.
Burkards Nachfolger als Bischof von Würzburg
wurde Megingaud; der
ließ nach dessen Tod Burkards Leichnam von Homburg nach Würzburg bringen und
im Salvatordom bestatten.
Der 14. Oktober ist der Tag der Erhebung von Burkards Gebeinen. Diese Reliquien brachte Bischof Hugo 988 in das von ihm neu gegründete Andreas-Kloster, die heutige Kirche St. Burkard in Würzburg. Es gibt zwei Lebensbeschreibungen, eine wohl um die Mitte des 9. Jahrhunderts verfasst, die zweite Anfang des 12. Jahrhunderts, sie wird Ekkehard, dem ersten Abt von Aura an der Saale, zugeschrieben. In den beiden Viten werden Burkards Charaktereigenschaften rühmend hervorgehoben - sogar seine Körperhaltung gereiche ihm zur Zierde und sein Demut geht so weit, dass er bei seinem Hirtenstab auf jeden Prunk verzichtete und nur eine einfache Hirtenrute sein eigen nannte.
Statue an der Burg von Homburg am Main © 2007 by Homburg-Main.de
Patron
gegen Gelenkkrankheiten, Rheumatismus, Stein- und Nierenleiden, Lendenschmerzen
Bauernregel
(für 14. Oktober): St. Burkardi Sonnenschein, / schüttet Zucker in den Wein.
* Dafür spricht, dass Lombardenkönig Luitprand
ein enger Freund von Karl Martell war, die Verehrung Burkards in Berceto
bei Parma, der aus Norditalien stammende Priscillianus-Codex in Würzburg
und der Hinweis is est Lombardie
in der jüngeren Lebensgeschichte Burkards.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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