Gedenktag katholisch: 14. Mai
Gedenktag orthodox: 11. November
Gedenktag armenisch: 10. November
Name bedeutet: die Krone (latein. - griech.)
Corona war nach den Legenden die Frau des Märtyrers Victor. Im Alter von erst 16 Jahren starb sie ebenfalls den Martertod, indem sie mit zwei gebeugten Palmen beim Emporschnellen zerrissen wurde.
Die Legende liegt in griechischer Form mit den Orten Damaskus in Syrien oder in Antiochia - dem heutigen Antakya in der Türkei -, in lateinischer Fassung mit den Orten Sizilien in Italien oder in Marseille in Frankreich sowie in einer äthiopischen Variante mit dem Schauplatz Alexandria in Ägypten vor, wobei letzere die Zeit von Kaiser Diokletian, erstere die Regierung von Antoninus Pius als Todesjahr angeben.
Die Legende entstand wohl im Osten; die Verehrung ist in Nord- und Mittelitalien schon im 6. Jahrhundert belegt. In Castelfidardo bei Osimo hat es nach alten Zeugnissen schon damals eine Corona und Victor geweihte Kirche an Stelle eines früheren heidnischen Heiligtums gegeben. Am 18. September 1191 erhob Bischof Gentile diese Reliquien und brachte Teile davon nach Osimo.
Kaiser Otto III. brachte Reliquien 997 nach Aachen, Kaiser Karl IV. überführte andere von Feltre nach Prag.
In Altbayern und Niederösterreich ist die Verehrung seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen, besonders gefördert von den Benediktinern aus Niederaltaich. In Unterzarnham - Ortsteil von Unterreit -, Gaißach bei Bad Tölz und Arget - Ortsteil von Sauerlach - in Oberbayern sowie in Handlab - Ortsteil von Iggensbach -, Patriching bei Passau, Koppenwall bei Pfeffenhausen, Bubach - Ortsteil von Mamming -, Bubach - Ortsteil von Massing -, Altenkirchen - Ortsteil von Frontenhausen -, Niederaich - Ortsteil von Geratskirchen , und Sammarei - Ortsteil von Ortenburg - in Niederbayern gibt es Corona-Wallfahrten, dazu kommt das heute in Oberösterreich liegende Loidersdorf - Ortsteil von St. Pantaleon -; weitere Wallfahrten sind in Niederösterrich in St. Corona am Wechsel und St. Corona am Schöpf bei Altenmarkt; auch in Wien ist die Verehrung stark verbreitet. Die kleine österreichische Münzeinheit hieß bis 1924 nach ihr Krone.
Attribute:
an zwei Palmen, mit Goldstück oder Schatzkästchen
Patronin
von Castelfidardo
und Osimo;
in Geldangelegenheiten, der Lotterie, der Schatzgräber und Metzger
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