Ökumenisches Heiligenlexikon

Disibod

Gedenktag katholisch: 8. Juli
     nicht gebotener Gedenktag im Bistum Speyer
Name bedeutet: der Gebieter des Volkes (althochdt.)
Einsiedler, Bischof (?)
* in Irland oder Schottland
† im 7. Jahrhundert auf dem heutigen Disibodenberg an der Nahe in Rheinland-Pfalz
Kartenskizze Kartenskizze

Disibod war Mönch, der als Einsiedler auf dem heutigen Disibodenberg an der Nahe lebte und hier eine Taufkapelle errichtete. Um ihn scharten sich Anhänger, es bildete sich eine Klostergemeinschaft, deren Vorsteher Disibod wurde. Von dem später nach ihm benannten Berg aus begann die Christianisierung des Nahelandes.

Ende des 10. Jahrhunderts gründete Erzbischof Willigis von Mainz auf dem Disibodenberg ein Chorherrrenstift, das später zum Kloster wurde. Hildegard von Bingen verfasste Mitte des 12. Jahrhunderts die Biographie von Disibod, als sie selbst im Frauenkonvent auf dem Disibodenberg lebte.

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.disibodenberg.de/geschichte/


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