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Ökumenisches Heiligenlexikon

Georg Häfner

Gedenktag katholisch: 20. August
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Würzburg: 19. August

Name bedeutet: der Landmann (griech.)

Priester, Märtyrer
* 19. Oktober 1900 in Würzburg in Bayern
† 20. August 1942 in Dachau in Bayern

Kartenskizze

Georg Häfner, Foto der Geheimen Staatspolizei Würzburg, Oktober 1941

Georg Häfner, Foto der Geheimen Staatspolizei Würzburg, Oktober 1941

Georg Häfner, Sohn einfacher, tief gläubiger Eltern, war Ministrant in der Kirche des Karmelitinnenklosters Himmelspforten in Würzburg und verspürte dort seine Berufung zum Priester. Gymnasium und Studium ermöglichten ihm die Eltern unter großen Anstrengungen; 1924 wurde er zum Priester ordiniert. 1934 wurde er Pfarrer in Oberschwarzach, ein eifriger Seelsorger und eigentlich unpolitischer Mensch. 1941 bat ein NS-Parteimitglied um die Sterbesakramente, die Häfner ihm spendete; am folgenden Sonntag wurde der Kircheneintritt des Verstorbenen ordnungsgemäß in der Kirche verkündet; daraufhin wurde Häfner Ende Oktober mit der Begründung, er habe die Bevölkerung aufgehetzt, von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und Mitte Dezember ins KZ Dachau eingeliefert, wo er am Hunger starb.

Die Urne mit seiner Asche wurde 1982 auf dem Würzburger Friedhof beigesetzt, 1982 erhoben und in die Kiliansgruft der Neumünsterkirche in Würzburg übertragen.

Kanonisation: das Seiligsprechungsverfahren ist seit 1986 im Gange. 2009 unterzeichnete Papst Benedikt XVI. das Dekret, das Georg Häfner als Märtyrer anerkennt. Am 15. Mai 2011 wurde er im Dom seiner Heimatstadt seliggesprochen.

Das Bistum Würzburg informiert über Georg Häfner.




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Liga Würzburg: Faltblatt Georg Häfner. o. J.