Ökumenisches Heiligenlexikon

Simon der Bruder des Herrn

Gedenktag katholisch: 27. April
     bedacht im Ambrosianischen Hochgebet I
Gedenktag orthodox: 27. April
                                            4. Januar
Gedenktag armenisch: 27. April
                                               9. April, 17. April, 18. September
     liturgische Feier am Dienstag nach dem 3. Adventssonntag
Gedenktag koptisch: 3. Juli
Name bedeutet: die Erhörung (hebr.)
Gemeindeleiter, Märtyrer
* 13 v. Chr. (?)
† 107 (?)
Kartenskizze

Simon war ebenso wie Jakobus ein Bruder von Jesus. In der katholischen und orthodoxen Überlieferung wird er als Bruder von Judas Thaddäus betrachtet; beide gelten als Söhne von Kleopas, den die Überlieferung als Bruder von Joseph, dem (Zieh-)Vater Jesu, bezeichnet; demnach wäre Simon also Jesu Vetter (► Heilige Sippe). Mit dieser Überlieferung werden die Bibelstellen Markusevangelium 6, 3 und Matthäusevangelium 13, 55, wonach Simon und Judas Jesu Brüder waren, erklärt, weil es Brüder Jesu im eigentlichen Sinne nicht geben könne, sonst wäre die Jungfräulichkeit Marias befleckt.

Simon wurde nach dem Tod seines Bruders Jakobus im Jahre 62 zum zweiten Leiter der Christengemeinde von Jerusalem gewählt. Er soll unter Kaiser Trajan im Jahr 107 hochbetagt den Märtyrertod durch Kreuzigung erlitten haben.

Angebliche Reliquien von Simon sind in Rom und Köln.

Bauernregeln für 18. Februar: Friert's um Simeon ganz plötzlich, / bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.
Der Simon zeigt mit seinem Tage, / der Frost ist nicht mehr lange Plage.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Manfred Görg, Bernhard Lang (Hg.): Neues Bibellexikon, Bd. I, Benziger, Zürich 1991
• http://www.bauernregeln.net/februar.html


W3C