Ökumenisches Heiligenlexikon

Angelus Carletti

auch: von Clavasio
italienischer Name: Angelo

Gedenktag katholisch: 11. April

Name bedeutet: der Engel (latein.)

Ordensmann, Priester
* um 1412 in Chivasso bei Turin in Italien
11. April 1495 in Cuneo in Italien


Angelus, Sohn einer wohlhabenden Adelsfamilie, studierte Theologie und Jura in Pavia und schloss als Doktor der Theologie ab. Er arbeitete als Anwalt und trat dann im Kloster Nostra Signora del Monte in Genua dem Orden der Franziskaner-Observanten bei. Ab 1472 wirkte er zwölf Jahre lang als Generalvikar der cismontanischen Observanten - also des strengen Ordenszweiges - in Italien, Österreich, Ungarn und Polen. In seiner Heimatstadt gründete er 1478 ein Franziskanerkloster - heute das Kloster der Kapuziner - und 1505 ein Klarissenkloster, in das dann seine Schwester Bartolomea eintrat. Als Gesandter von Papst Sixtus IV. wirkte er 1480 bis 1482 beim Kampf gegen die Türken nach deren Einnahme von Otranto und 1491 bis 1493 im Auftrag von Papst Innozenz VIII. in der Bekämpfung der Waldenser. In Chivasso erschien 1476 sein Buch Summa casuum conscientiae, Zusammenfassung der Gewissensfälle, nach dem Verfasser auch Summa Angelica genannt, als Kompendium für Beichtväter mit 659 Artikeln; allein bis 1520 erschienen davon 31 Auflagen. Martin Luther verbrannte dieses Buch - zusammen mit der Bannbulle aus Rom - 1520 als Beispiel römisch-katholischer Knechtung des Gewissens. Im Alter lebte Angelus im Konvent Sant'Antonio in Cuneo.

Kanonisation: Angelus' Verehrung wurde am 26. Mai 1753 offiziell von Papst Benedikt XIV. erlaubt.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.11.2021

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• Infotafel in der Stiftskirche in Chivasso

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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