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Ökumenisches Heiligenlexikon

Conon von Naso

italienischer Name: Cono

Gedenktag katholisch: 28. März
in Naso auch: 1. September

Name bedeutet: der Unternehmende (latein.)

Priester, HegumenosEin Hegumenos (griech.„ἡγούμενος, Führer/Leiter”) ist in den orthodoxen Kirchen der Vorsteher eines Klosters, entsprechend etwa dem westlichen Prior / Probst. Er steht hierarchisch unter dem Archimandriten. in Frazzanò
* 3. Juni 1139 in Naso bei Messina auf Sizilien in Italien
† 28. März 1236 in der Höhle nahe Naso bei Messina auf Sizilien in Italien


Keramikbild am Kloster San Filippo di Fragalà bei Frazzanò
Keramikbild am Kloster San Filippo di Fragalà bei Frazzanò

Conon, Sohn des begüterten Anselmo Navacita und seiner Frau Claudia (oder Apollonia) Santapau, schlug die weltliche Karriere aus und ging im Alter von 15 Jahren ins Basilianerkloster San Filippo di Fragalà bei Frazzanò, wo er Silvester von Troina und Laurentius von Frazzanò traf und wo er zum Priester geweiht wurde. Nach einigen Jahren als Einsiedler in einer Höhle oberhalb seines Heimatortes Naso wurde er ins Kloster San Filippo di Fragalà zurück gerufen, nachdem dessen HegumenosEin Hegumenos (griech.„ἡγούμενος, Führer/Leiter”) ist in den orthodoxen Kirchen der Vorsteher eines Klosters, entsprechend etwa dem westlichen Prior / Probst. Er steht hierarchisch unter dem Archimandriten. gestorben war; obwohl noch jung, wurde er zum Nachfolger gewählt. Er unternahm dann eine Wallfahrt nach Jerusalem; als er zurückkehrte, waren seine Eltern gestorben; er verschenkte allen Besitz an Arme, lebte wohl für einige Zeit im Kloster Santa Maria dei Cerei in Rometta, dessen Ortsteil San Cono nach ihm benannt ist, und zog sich dann wieder als Einsiedler in seine Höhle zurück.

Eines Tages wurde eine junge Frau aus Naso schwanger und bezichtigte Conon - trotz seines Alters und seines schon damals verbreiteten Rufes der Heiligkeit -, der Vater zu sein; Conon wurde vor Gericht gestellt und dazu verurteilt, auf öffentlichem Platz nackt ausgezogen und ausgepeitscht zu werden. Als er entkleidet wurde, offenbarte sich ein schlanker Körper, mit Wunden übersät und mit Sackleinen an den Hüften bedeckt, dem das Fleisch schon in Stücken von den Knochen hing. Unter dem Jubel der Menschen wurde er wieder in seine Höhle geleitet.

Conon starb am Karfreitag. Die Legende erzählt, dass plötzlich die Kirchenglocken läuteten und die Menschen zu Conons Höhle gingen, um ihn nach dem Grund des Wunders zu fragen; sie fanden ihn tot in ekstatischer Körperhaltung.

Die Verehrung breitete sich aus in ganz Sizilien und auch in Kalabrien, dort besonders im Elias dem Jüngeren geweihten Kloster der Basilianer bei Galatro. An Conons Höhle bei Naso wurde eine ihm geweihten Kirche gebaut und 1511 geweiht, am zweiten Sonntag im Mai und am 1. September werden dorthin Prozessionen veranstaltet. In Naso ist eine Kirche ihm geweiht. Als am 28. Dezember 1908 das größte Erdbeben, das Italien seit Menschengedenken heimsuchte, Messina und die ganze Gegend zerstörte, wurde in Naso - Dank Conons Fürsprache - niemand getötet; am 28. Dezember jeden Jahres wird seitdem eine Prozession abgehalten, bei der alle Einwohner gesegnet werden.

Kanonisation: Conons Verehrung wurde 1630 durch Papst Urban VIII. bestätigt.
Patron von Naso; gegen Ohren- und Nasenleiden

Die Reste des ehemaligen Klosters San Filippo di Fragalà bei Frazzanò sind montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt beträgt 2 €. (2017)
Die restaurierten Reste des ehemaligen, Elias dem Jüngeren geweihten Klosters der Basilianer bei Galatro können mit Allradfahrzeug oder knapp einstündiger, steiler Wanderung besucht werden. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.04.2017

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• http://www.capodorlandonline.it/Cdo_informa/San_Cono.htm
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/90277
• https://it.wikipedia.org/wiki/Cono_di_Naso

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.