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Ökumenisches Heiligenlexikon

Demiana

koptisch: Timiany

Gedenktag koptisch: 8. Januar

Name bedeutet: die Bändigerin (griech.)

Klostergründerin, Märtyrerin
* bei Belqas im Nildelta in Ägypten
† um 300 im heute nach ihr benannten Dimyana bei Belqas in Ägypten


Glasfenster: Demiana und ihre 40 Gefährtinnen, im nach Demiana benannten Kloster in Dimyana
Glasfenster: Demiana und ihre 40 Gefährtinnen, im nach Demiana benannten Kloster in Dimyana

Demiana, einzige Tochter von Markus, dem christlichen Statthalters der Region um den Burullus-See, war für ihre Schönheit, aber auch für ihre Tugendhaftigkeit und Frömmigkeit bekannt. Im Alter von 15 Jahren bat sie ihren Vater, sie beim Bau eines Klosters zu unterstützen, in dem sie mit einigen Gefährtinnen leben wollte. So entstand dort, wo angeblich Maria und Joseph mit dem Jesuskind sich während ihrer Flucht nach Ägypten (Matthäusevangelium 2, 19 - 23) aufgehalten hatten, ein Frauenkloster, dessen Vorsteherin Demiana war.

Nachdem Kaiser Diokletian während der Verfolgungen ihren bekenntnistreuen Vater Markus hatte ermorden lassen, befahl er auch die Verfolgung von Demiana. Eine Hundertschaft Soldaten stürmte das Kloster und wollte mit Folterdrohungen das Götzenopfer erzwingen, Demiana und ihre Gefährtinnen aber blieben standhaft. Demiana wurde aufs Rad gebunden und gequält, in kochendes Wasser gesteckt, bekam die Augen ausgestochen und wurde skalpiert, ihr wurden Hände und Füße abgeschlagen - sie verharrte, lobte Christus lauthals und dankte für die ihr zuteil gewordene Leidensnachfolge. Schließlich wurde sie zusammen mit ihren 40 Gefährtinnen sowie weiteren 400 Christen enthauptet.

Kaisermutter Helena kam nach der Überlieferung der Koptischen Kirche bei ihrer Reise ins Heilige Land 326 auch nach Ägypten. Demnach besuchte sie die Ruine des Klosters der Demiana und ließ die Leichname der Märtyrerinnen bergen, in Seidentücher hüllen und in einer neuen unterirdischen Grabeskirche bestatten. Diese Kirche wurde am 20. Mai 327 vom Patriarchen von Alexandria geweiht und wurde Ziel vieler Pilger. Die darüber errichtete heutige Kirche stammt aus dem 9. Jahrhundert.

1978 wurde an der Stelle der Klosterruinen ein neues, nach Demiana benanntes Nonnenkloster errichtet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.04.2018

Quellen:
• Michael Hesemann: Jesus in Ägypten. Herbig, München 2012
• http://en.wikipedia.org/wiki/Demiana
• http://www.dailynewsegypt.com/2014/05/28/st-dimyanas-monastery-oasis-spirituality/

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.