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Ökumenisches Heiligenlexikon

Dominikus von Silos

spanischer Name: Domingo

Gedenktag katholisch: 20. Dezember
gebotener Gedenktag im Erzbistum Burgos, im Bistum Calahorra y La Calzada - Logroño und im Bistum Osma-Soria: 11. September

Name bedeutet: dem Herrn gehörend (latein.)

Einsiedler, Abt in Silos
* um 1000 in Cañas bei Logroño in Spanien
† 20. Dezember 1073 in Silos, heute Santo Domingo de Silos bei Burgos in Spanien


Bartolomé de Cárdenas Bermejo: der verherrlichte Dominikus, 1474 - 77, im Nationalmuseum del Prado in Madrid
Bartolomé de Cárdenas Bermejo: der verherrlichte Dominikus, 1474 - 77, im Nationalmuseum del Prado in Madrid

Dominikus, Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers, hütete in seiner Jugend die Viehherden seiner Eltern. Dann lebte er als Einsiedler und wurde im Alter von 26 Jahren zum Priester geweiht; etwa zwei Jahre später trat er ins Benediktinerkloster San Millán de la Cogolla bei Logroño ein, wo er 1038 Prior wurde. Er entzweite sich mit König García I. von Navarra im Streit um den Besitz von Gütern und floh deshalb nach Kastilien. Dort beauftragte ihn König Ferdinand I. 1041 mit dem Wiederaufbau und der Leitung des wohl schon in westgotischer Zeit im 6. Jahrhundert gegründeten, dann von den Mauren zerstörten und im 10. Jahrhundert wieder belebten, aber der Dekadenz anheimgefallenen Klosters in Silos - dem heutigen, seit 1110 nach Dominikus benannten Santo Domingo de Silos.

Dominikus förderte die Kirchenreform in Spanien und entwickelte sein Kloster zu einem bedeutenden Zentrum, wovon die Bibliothek und das Scriptorium Zeugnis ablegen. Der von ihm beauftragte Kreuzgang gilt heute als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Spanien.

Kenotaph (Scheingrab) für Dominikus als „Befreier der (von den Muslimen) Gefangenen”, 13. Jahrhundert, im Kreuzgang des Klosters Santo Domingo de Silos
Kenotaph (Scheingrab) für Dominikus als Befreier der (von den Muslimen) Gefangenen, 13. Jahrhundert, im Kreuzgang des Klosters in Santo Domingo de Silos

Gonzalo de Berceo verfasste Dominikus' Lebensgeschichte in Versform. Er wurde zu einem der populärsten Heiligen in Spanien, v. a. auch deshalb, weil er ein Symbol für die erfolgreiche Rückeroberung des Landes von den Mauren war. Sein Grab in der Klosterkirche war im Mittelalter eine bedeutende Wallfahrtsstätte. 1732 wurde eine Barockkapelle an die Klosterkirche angebaut, die nun sein Grab birgt. Die Klosterkirche wurde 1751 bis 1792 neu errichtet, 2000 wurde sie zur Basilika erhoben. Nach einer kurzen Zeit der Unterbrechung durch die säkularisation 1835 ist das Kloster seit 1880 wieder von Benediktinern belebt.

Patron der Hirten und Gefangenen

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Der berühmte Kreuzgang des Klosters in Santo Domingo de Silos mit Dominikus' Scheingrab im Nordflügel und einem kleinen Museum, v. a. mit pharmazeutischen Geräten des 18. Jahrhunderts, im ehemaligen Refektorium ist täglich außer montags von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 16.30 Uhr bis 18 Uhr, sonntags erst ab 12 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt beträgt 3,50 €. (2016)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.06.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.