Ökumenisches Heiligenlexikon

Eunucius

französischer Name: Eunuce

Gedenktag katholisch: 10. September

Name bedeutet: der gute Friedliche (griech.)

Bischof, Bekenner
vor 748 in Tournai in Belgien (?)


Eunucius war nach mancher Überlieferung Bischof von Noviodunum - dem heutigen Soissons - oder von Noyon in der Zeit, als die Sarazenen im Süden von Frankreich eingefallen waren und Frankenherrscher Karl Martell, der deren Vordringen 732 in der Schlacht bei Poitiers stoppen konnte, dann die Kirchen plünderte, um seinen Widerstand gegen die Muslime zu finanzieren.

In der Bischofsliste von Soissons ist Eunicius nicht verzeichnet. Das Bistum Noyon gab es damals nicht, es war 626 bis 1146 mit dem Bistum Tournai vereinigt; in dieser Bischofsliste erscheint Eunicius um 740 zusammen mit Guy; entweder war Eunucius eine Art Koadjutor für Guy oder die Zuständigkeiten waren in dieser Phase aufgeteilt und Eunicius tatsächlich für Noyon zuständig. Er amtierte für drei Jahre.

Eunicius wurde für seine Frömmigkeit und Weisheit gelobt. Nachdem die SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Soissons 744 beschlossen hatte, dass die Wiederverheiratung von Frauen, deren Ehemänner noch am Leben waren, verboten ist, setzte Eunicius sich für die Durchsetzung dieser Bestimmung ein.

Eunicius wurde in einem Georg geweihten Oratorium in Noyon begraben; die Gebeine entgingen der Zerstörung, als die Normannen um 860 die Stadt brandschatzten. Radbod II., ab 1068 Bischof von Noyon-Tournai, nannte diese Kirche Apostelkirche - später war sie Godeberta geweiht, die das Kloster an dieser Kirche geleitet hatte. Nach dem Normanneneinfall kamen die Gebeine ins damalige Kloster Saint-Éloi; aufgrund der Wunder am Grab von Eunicius und seiner großen Verehrung wurde daas Kloster so berühmt, dass es den Namen Saint-Eunuce erhielt. 1078 wurden die Reliquien in die Kathedrale von Noyon gebracht.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.12.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• http://lalumierededieu.eklablog.com/saint-eunuce-8eme-s-p453201 - abgerufen am 22.12.2022
• http://orthodoxievco.net/ecrits/vies/synaxair/septembr/eunuce.pdf - abgerufen am 22.12.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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