Ökumenisches Heiligenlexikon

Eustochia von Padua

auch: Eustochium
italienischer Name: Eustochio
Taufname: Lucrezia Bellini

Gedenktag katholisch: 13. Februar

Name bedeutet: die wohl Geratene (griech.)

Nonne
* 1444 in Padua in Italien
13. Februar 1469 daselbst


Lukretia, Tochter von Bartolomeo Bellin durch Ehebruch mit der Nonne Maddalena Cavalcabò aus dem Benediktinerinnenkloster San Prosdocimo in Padua, wurde von der Frau des Hauses ihres Vaters abgelehnt, kam nach der Zeit der Versorgung durch eine Amme im 4. Lebensjahr in die Familie zurück; nun wurden angebliche Phänomene dämonischer Besessenheit festgestellt. Im Alter von sieben Jahren wurde sie zur Erziehung ins Kloster San Prosdocimo gegeben, in das sie dann eintrat mit dem Ordensnamen Eustochia.

Kirche San Prosdocimo in Padua, heute Militärkathedrale
Kirche San Prosdocimo in Padua, heute Militärkathedrale

Auch dort erlitt Eustochia spektakuläre Anfälle, bei denen sie sich auch selbst verwundete; ihre Mitschwestern bezichtigten sie, eine Hexe zu sein und vom Teufel besessen, sie wollten sie deshalb loswerden. Eustochias Glaube, geprägt von der Betrachtung des Leidens Jesu Christi und ihre unerschütterliche Geduld ließen sie alle Angriffe überstehen, ihr Beichtvater rettete sie vor dem Scheiterhaufen.

An Eustochias Grab ereigneten sich viele Wunder. 1476 wurde ihr ein Altar in der Klosterkirche errichtet. Ihr unverwester Leib ruhte nach der Aufhebung des Klosters 1806 in der Kirche San Pietro, inzwischen in der Kathedrale in Padua.

Liegefigur in der Kathedrale in Padua
Liegefigur in der Kathedrale in Padua

Kanonisation: 1760 wurde Eustochias Verehrung von Papst Papst Clemens XIII. bestätigt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.06.2021

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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