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Ökumenisches Heiligenlexikon

Euthymios von Demetsána

Taufname: Eleutherios

Gedenktag orthodox: 22. März, 1. Mai

Name bedeutet: der Freudenbringer (griech.)

Mönch, Märtyrer
* in -Dimitsána auf dem Peloponnes in Griechenland
22. März 1814 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei


griechische Ikone: == Ignatius von Stara Zagora, Euthymios und == Acacius von Seres (von links)
griechische Ikone: == Ignatius von Stara Zagora, Euthymios und == Acacius von Seres (von links)

Eleutherios war das jüngste von fünf Kindern von Panagiotes und Maria. Nach dem Besuch der Klosterschule in Dimitsána reisten er und sein Bruder Johannes nach Konstantinopel, um die Akademie des Patriarchats zu besuchen. Später gingen sie nach Iași in ​​Rumänien, wo ihr Vater und weitere Brüder geschäftlich tätig waren. Eleutherios beschloss dann, zum Athos zu gehen und Mönch zu werden; aufgrund des Krieges zwischen Russland und der Türkei, der von 1768 bis 1774 währte, konnte er aber nur bis nach Bukarest reisen und kam dort erst beim französischen Konsul, dann bei einem Angestellten des russischen Konsuls unter. In dieser Zeit gewann er Lust am weltlichen Leben und legte seine Absicht, Mönch zu werden, beiseite. Nach Ende des Krieges ging er zusammen mit einigen Muslimen wieder nach Konstantinopel, wandte sich von der Orthodoxie ab, konvertierte zum Islam, wurde beschnitten und erhielt den Namen Reschid. Bald schon aber quälte ihn sein Gewissen, weil er Christus verleugnet hatte. Die Moslems bemerkten eine Änderung in seiner Haltung und schwärzten ihn bei seinem Hausherren Rais Efendi an, der aber nachsichtig reagierte.

Euthymios geweihte Kirche in Dimitsana
Euthymios geweihte Kirche in Dimitsana

Als Rais Efendi mit seinem Haushalt an einem Samstag nach Adrianopolis - dem heutigen Edirne - reiste, gelang es Eleutherios, Kontakt mit dem Metropoliten Cyrill, der später Patriarch von Konstantinopel wurde, aufzunehmen; er bat ihn, ihn wieder in die Orthodoxe Kirche aufzunehmen, aber der Metropolit war misstrauisch und schickte ihn weg. Nach Konstantinopel zurückgekehert, wollte Rais Efendi Eleutherius mit kostspieligen Geschenke bewegen, Moslem zu bleiben. Eleutherios aber lief weg und suchte einen Priester auf, der auch vom Peloponnes stammte und in der Nähe des Patriarchats lebte. Auch dieser Priester weigerte sich, ihm zu helfen, denn er befürchtete Repressalien. Die Osmanen hatten den Orthodoxen zwar gestattet, ihrem Glauben treu zu bleiben; die Konversion vom Islam zum Christentum war aber bei Todesstrafe verboten.

Mit Unterstützung der russischen Botschaft konnte Eleutherios mit einem Schiff zum Athos segeln, ging ins Kloster Große Laura und wurde wieder in die Orthodoxe Kirche aufgenommen, zudem Mönch mit dem Namen Euthymios. Er interessierte sich besonders für die Geschichten von Märtyrern, die Nikodemos der Hagiorite verfasst hatte und beschloss, als Buße für seinen Fehltritt zum Islam, selbst das Martyrium zu erleiden. Zusammen mit dem Mönch Gregor ging er nach Konstantinopel, wo sie am 19. März 1814 ankamen. Euthymios ging zum Palast des Großwesirs Rusud Pascha und gestand, dass er orthodoxer Christ sei, verurteilte Mohammed und beschimpfte die muslimische Religion. Daraufhin wurde er gefangen genommen; allen Schmeicheleien und Versuchen, ihn mit Bestechung wieder zum Islam zu bewegen widerstand Euthymios, deshalb befahl der Großwesir, ihn mit dem Schwert zu töten. Der Henker schlug mit dem Schwert heftig zu, aber der Schlag enthauptete Euthymios nicht, auch nicht beim zweiten Versuch, deshalb schnitt der Henker ihm schließlich die Kehle auf.

Die Kopfreliquie von Euthymios wird im russischen Kloster Pantaleímonos auf dem Athos verehrt, in seinem Heimatort Dimitsána wurde eine neue Kirche ihm geweiht.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.05.2019

Quellen:
• https://oca.org/saints/lives/2000/03/22/100864-monkmartyr-euthymius-of-prodromou-of-mt-athos

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.