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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gebhard II. von Konstanz

Gedenktag katholisch: 27. August
nicht gebotener Gedenktag im deutschen Sprachgebiet: 26. November
Diözesankalender Augsburg, Rottenburg und St. Gallen
Hochfest im Bistum Feldkirch: 27. August
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Freiburg i.Br.: 27. August

Name bedeutet: der starke Geber (althochdt.)

Bischof von Konstanz
* 7. August 949 auf Burg Hohenbregenz in Bregenz in Österreich
† 27. August 995 in Konstanz in Baden-Württemberg


Gebhard war Sohn des Grafen Utzo von Bregenz aus dem bedeutenden Alemannengeschlecht der Udalrichinger und seiner Frau Diethild. Weil diese bei seiner Geburt starb, wurde Gebhard in der Domschule in Konstanz erzogen, von seinem Onkel Konrad zum Priester geweiht, 979 von Kaiser Otto II., zu dem er enge Beziehungen pflegte und dem er als geistlicher Berater diente, zum Bischof von Konstanz - der damals größten deutschen Diözese - ernannt und im Mainzer Dom geweiht. 980 besuchte Otto II. ihn in Konstanz, 988 und 994 auch Otto III., dessen Patenonkel Gebhard war.

Burg Hohenbregenz
Burg Hohenbregenz

Als zweiter Nachfolger von Konrad setzte Gebhard dessen Reformarbeit fort, die Mönche mussten ein strengeres Leben führen. Er reiste unermüdlich, besuchte Klöster, weihte Kirchen und gründete 983 das Benediktinerkloster Petershausen als erstes bischöfliches Eigenkloster; das Kloster erhielt 989 von Papst Johannes XV. seine Privilegien, im selben Jahr brachte Gebhard eine Kopf-Reliquie von Gregor dem Großen nach Konstanz. Er soll einen auf allen Vieren kriechenden Lahmen geheilt haben, indem er ihn an seinem Stab aufrichtete.

Im Kloster Petershausen wurde Gebhard beigesetzt. Er wurde schon unmittelbar nach seinem Tod als Heiliger verehrt. 1134 und 1259 wurden seine Gebeine erhoben und damit die Heiligsprechung vollzogen; 1530 warfen Bilderstürmer seine Reliquien in den Rhein. Gebhards Geburtsort, die Burg Hohenbregenz, wurde im 30-jährigen Krieg 1647 zerstört. In den Ruinen siedelten sich Einsiedler an, die dort 1723 eine Gebhard und Georg geweihte Kirche erbauten, die zum Wallfahrtsort wurde. Sie wurde 1821 mit einem Altarbild und 1895/1896 mit Deckenfresken von Gebhard Fugel ausgeschmückt. Gebhard ist Patron für leichte Entbindung, weil er durch einen Kaiserschnitt zur Welt kam - seine Mutter starb unmittelbar vor seiner Geburt.

Altarbild in der Gebhard geweihten Kirche in Maierhöfen im Westallgäu
Altarbild in der Gebhard geweihten Kirche in Maierhöfen im Allgäu

Kanonisation: Papst Callistus II. sprach Gebhard 1124 heilig.
Attribute: TiaraTiara ist die früher bei feierlichen Anlässen getragene Krone des Papstes. Ihr Ursprung liegt in der am byzantinischen Hof getragenen phrygische Mütze, die aus Persien übernommen worden war. Die ersten solchen Hauben wurden im 7./8. Jahrhundert vom Papst getragen; im 10. Jahrhundert kam der erste Kronreifen hinzu, Ende des 13. Jahrhunderts der zweite, wohl während des Exils in Avignon der dritte. Die drei aufeinandergetürmten Kronen symbolisieren das Weiheamt, die Rechtssprechungsgewalt und das Lehramt des Papstes oder auch die göttliche Dreieinigkeit. Der bislang letzte Träger der Tiara, Papst Paul VI. verschenkte seine Papstkrone 1964 während des 2. Vatikanischen Konzils zugunsten Armer in der Dritten Welt., Totenkopf
Patron gegen Halsleiden; für glückliche und leichte Entbindung; der Diözese Feldkirch 1
Bauernregel: Wie's Sankt Gebhard hält, / ist der ganze Herbst bestellt.

1 Franz Elsensohn aus Götzis in Vorarlberg merkt zurecht an, dass Gebhard - entgegen einer verbreiteten Auffassung - nicht Landespatron von Vorarlberg ist - das ist Joseph; Gebhard ist Diözesanpatron. Die Sache ist allerdings derart verworren und schon so oft falsch wiedergegeben worden, dass ich Sie auf eine genaue Darstellung auf der Internetseite verweisen möchte, wo dieses Thema von Dr. Ulrich Nachbaur vom Vorarlberger Landesarchiv genauestens dargestellt wird.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.08.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/geschichte_statistik/geschichte/landessymbole/landespatron.htm
• http://de.wikipedia.org/wiki/Gebhard_von_Konstanz
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XXII, Nordhausen 2003
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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