Ökumenisches Heiligenlexikon

Gerwich von Volmudstein

auch: Gerwig, Gwerwicus, Gerwicus, Querwicus

Gedenktag katholisch: 5. Oktober

Name bedeutet: der Kampfspeer (althochdt.)

Mönch
* 1050im 11. Jahrhundert in Volmudstein, heute Volmarstein in Nordrhein-Westfalen
5. Oktober 1133 in Waldsassen in Bayern


Brunnenfigur: Markgraf Diepold III., Brunnenfigur, 1922, vor der Kirche des Klosters in Waldsassen
Brunnenfigur: Markgraf Diepold III., Brunnenfigur, 1922, vor der Kirche des Klosters in Waldsassen

Gerwich aus dem edlen Geschlecht derer von Volmudstein verwundete bei einem Turnier seinen Freund. Aus tiefer Verunsicherung über sein bisheriges Leben und zur Buße trat er ins Benediktinerkloster Siegburg ein. 1126 kam er mit Bischof Kuno nach Regensburg, lebte dann zusammen mit einigen Gefährten als Einsiedler im Wald auf Land, das ihm Markgraf Diepold III. von Vohburg zur Verfügung stellte. Aus der Einsiedelei wuchs 1133 das Kloster in Waldsassen, nachdem Wigand mit weiteren Zisterziensermönchen aus Volkenroda in Thüringen hinzu gekommen war. Gerwich zeichnete sich durch vorbildliches mönchisches Leben aus.

Johann Jakob Steinfels: Gerwich und seine Mitbrüder beginnen mit der Rodung des Waldes, Deckenfresko, um 1700, in der Kirche des Klosters in Waldsassen
Johann Jakob Steinfels: Gerwich und seine Mitbrüder beginnen mit der Rodung des Waldes, Deckenfresko, um 1700, in der Kirche des Klosters in Waldsassen

Schon bald nach seinem Tod wurde Gerwich zusammen mit Wigand verehrt. Das Kloster in Waldsassen wurde in den Jahren bis 1571 als Folge der Reformation säkularisiert, nach der Gegenreformation 1661 wieder mit Zisterziensermönchen besiedelt, 1803 erneut säkularisiert, die Kirche wurde Pfarrkirche. 1864 konnten die Klostergebäude von Zisterziensernonnen übernommen werde, die eine Schule einrichteten.

Attribute: Ritterrüstung

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.03.2021

Quellen:
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVIII, Herzberg 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Ludger Drost: Basilika Waldsassen. Verlag Pedagrafie, Passau 2020

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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