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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johann Heermann

Gedenktag evangelisch: 17. Februar (EKD)
                                             26. Oktober (ELCA, LCMS)

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Pfarrer, Liederdichter
* 11. Oktober 1585 in Raudten in Niederschlesien, heute Rudna in Polen
† 17. Februar 1647 in Lissa, heute Leszno in Polen


Johann Heermann. Aus: Boissard, Jean-Jacques: Bibliotheca chalcographica, Pars 6: Frankfurt a.M.: Johann Ammon, o.J. (1669)
Johann Heermann. Aus: Boissard, Jean-Jacques: Bibliotheca chalcographica, Pars 6: Frankfurt a.M.: Johann Ammon, o.J. (1669)

Johann Heermann wurde 1602 Schüler und Hausgenosse bei Valerius Herberger. 1611 wurde er Pfarrer in Köben - dem heutigen Chobienia. Immer wieder litt er unter Krankheiten, er dichtete nun seine ersten geistlichen Lieder. Im Dreißigjährigen Krieg litt seine Gemeinde unter Plünderungen und Pest, er selbst geriet mehrfach in Lebensgefahr. Nach dem Tod seiner Frau 1617 litt er wieder unter mehreren Erkrankungen, von 1624 an konnte er seine Predigten nur noch schriftlich halten. Diese gedruckten Predigten und seine Liedsammlungen Haus- und Herzmusik von 1630 sowie Sonn- und Festtagsevangelia von 1636 erreichten hohe Auflagen. Schließlich musste er sein Amt aufgeben; er ging - wohl 1637 - nach Lissa - dem heutigen Leszno -, in erster Linie vermutlich, weil er Jan Amos Comenius nahe sein wollte.

Neben Paul Gerhardt war Heermann der bedeutendste evangelische Dichter des 17. Jahrhunderts. Im Evangelischen Gesangbuch sind heute neun seiner geistlichen Lieder zu finden, darunter das bekannte Passionslied Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen (EG 81) und das Epiphanias-Lied O Jesu Christe, wahres Licht (EG 72); beide Lieder finden sich auch im katholischen Gotteslob (GL 180, mit Textvarianten, und 643).

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 20.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
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Quellen: