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Ökumenisches Heiligenlexikon

Katharina Thomás y Gallard

spanischer Name: Catalina

Gedenktag katholisch: 5. April
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren
Fest im Bistum Mallorca: 28. Juli
gebotener Gedenktag im Bistum Menorca: 28. Juli

Name bedeutet: die Reine (griech.)

Nonne, Mystikerin
* 1. Mai 1531 in Valldemossa auf Mallorca in Spanien
† 5. April 1574 in Palma di Mallorca in Spanien


Statue zwischen Kirche und Geburtshaus, heute Kapelle, in Valldemossa
Katharinas Geburtshaus, heute Kapelle, in Valldemossa

Katharina, Tochter einfacher Eltern und letztes Kind von sechs Geschwistern, umgab schon als Kind eine besondere Ausstrahlung. Nachdem ihre Eltern schon früh gestorben waren, wurde sie von ihrer Tante Maria erzogen, die ins nahe Landgut Son Gallard eingeheiratet hatte. Fünf Jahre später konnte sie Dank der Fürsprache von Pater Castañeda - er war Soldat unter König Karl I., wurde nach einem Schiffsunglück gerettet und lebte dann als Einsiedler im Kloster Miramar - im Alter von 21 Jahren bei den Regulierten Augustiner-Chorfrauen ins Kloster Sta. Magdalena in Palma eintreten, wo sie 1555 ihre Gelübde ablegte. Ihre mystische Begabung trat dann immer deutlicher hervor: sie hatte Visionen der Katharina von Alexandria, des Antonius von Padua und von Engeln und sie konnte die Zukunft vorhersehen. Mehfach fiel sie in ein Koma, das oft mehr als 24 Stunden, 1571 sogar 21 Tage lang, anhielt. Viele Menschen, darunter auch der Vizekönig, suchten sie auf mit der Bitte um Rat. Katharina wurde begleitet von inneren Versuchungen und von ihren Mitschwestern oft mit Befremden beobachtet, aber auch bewundert.

Katharina Thomás' Sarg in der Klosterkirche Sta. Magdalena in Palma de Mallorca
Katharina Thomás' Sarg in der Klosterkirche Sta. Magdalena in Palma de Mallorca

Katharina starb, geschwächt durch ihr häufiges Fasten und ihre Kasteeiungen. Sie wurde in ihrem Kloster Sta. Magdalena in Palma bestattet; 1577 wurden ihre Gebeine umgebettet, dabei stellten sie sich unverwest dar, woraufhin die Verehrung stark zunahm. Der Sarg mit ihrem unverwesten Leichnam wird bis heute in der Klosterkirche verehrt.

Katharina Thomás ist die am meisten verehrte Heilige auf Mallorca, meist noch als la Beata, die Selige, bezeichnet, weil ihre Heiligsprechung erst spät erfolgte. In ihrem Heimatort wurde ihr Geburtshaus zur Kapelle umgewandelt, an fast jedem Haus des Ortes ist ein Azulejo mit einem Bild von ihr und der Bitte um ihre fürbittendes Gebet angebracht. Dort findet jährlich am 28. Juli eine Prozession statt mit ihrer Reliquie; die Autoritäten des Ortes und viele Menschen sind dabei als Bauern verkleidet.

Reliquie in Katharina Thomás' Geburtshaus, heute Kapelle, in Valldemossa
Reliquie in Katharina Thomás' Geburtshaus, heute Kapelle, in Valldemossa

Kanonisation: Katharina wurde am 3. August 1792 durch Papst Pius VI. selig- und am 22. Juni 1930 von Papst Pius XI. heiliggesprochen.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Azulejo in Valldemossa
Azulejo in Valldemossa
Azulejo in Valldemossa
Azulejo in Valldemossa




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.07.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
• http://www.visitValldemossa.com/es/santa-catalina-thomas/

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.