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Ökumenisches Heiligenlexikon

Konrad Confalonieri von Piacenza

italienischer Name: Corrado

Gedenktag katholisch: 19. Februar

Name bedeutet: der tapfere Berater (althochdt.)

Tertiar, Einsiedler
* 1290 (?) im Schloss in Calendasco bei Piacenza in Italien
† 19. Februar 1351 in der Einsiedelei bei Noto auf Sizilien


Bild in der Kirche in Calendasco
Bild in der Kirche in Calendasco

Konrad war der Sohn einer der edelsten Familien von Piacenza, geboren auf deren Landsitz. Er heiratete in jungen Jahren die adelige Ephrosyne. Eines Tages befahl er während einer Jagd seinen Begleitern, Feuer zu machen, aber der Wind verbreitete die Flammen rasch auf die umgebenden Felder und den Wald. Ein Bauer wurde angeklagt, das Feuer gelegt zu haben, er wurde eingesperrt, gefoltert und sollte zum Tod verurteilt werden; als er zur Hinrichtung geführt wurde, bekannte Konrad öffentlich seine Schuld; zur Strafe und Wiedergutmachung für die Schäden beschlagnahmte die Stadt sein ganzes Vermögen, nur wegen seines hohen Standes behielt er sein Leben. Konrad und seine Frau beschlossen daraufhin, sich zu trennen und fortan als Büßer zu leben; er zog sich 1315 ins alte Hospital von Calendasco zurück, das von einer Gemeinschaft von Franziskaner-Tertiaren betreut wurde, in die er eintrat; seine Frau trat ins Klarissenkloster in Piacenza ein.

Konrad erlangte bald schon den Ruf der Heiligkeit, viele Besucher kamen zu ihm und störten seine Ruhe. Deshalb begab er sich auf eine Wallfahrt zu den sieben Pilgerkirchen in Rom, dann ins Heilige Land, nach Malta und schließlich auf die Insel Sizilien, wo er sich 1343 nahe Noto im heute nach ihm benannten San Corrado Fuori le Mura eine Einsiedelei in einer Grotte einrichtete. Dort lebte er als Büßer, vollbrachte zahlreiche Wunder und war begabt mit der Gabe der Prophezeiung. Die Legende erzählt, dass er eines Tages von seinem früheren Freund Antonio da Stessa besucht wurde, der unter einem Leistenbruch litt, und von Konrad wundersamer Weise geheilt wurde.

1343 übersiedelte Konrad für zwei Jahre in die Stadt Noto - heute die Ruinen von des Noto Antica -, um dort im Martin von Tours geweihten Krankenhaus die Kranken zu pflegen. Enge Freundschaft verband ihn mit Wilhelm Buccheri, dem ehemaligen Verwalter des sizilianischen Königs Friedrich II. von Aragón, der dann das Einsiedlerleben mit Konrad teilte. 1348 wurde Konrad vom Bischof von Siracusa, Giacomo Guidone de Franchis, aufgesucht, der ihn um seine Gebete zur Linderung einer Hungersnot auf der Insel bat. Diese war während einer Pestepidemie ausgebrochen; während dieser Katastrophe erhielt jeder, der mit der Bitte um Hilfe zu Konrad kam, ein noch warmes Brot, das von den Engeln empfangen worden war. Konrad starb im Gebet, vor einem Kruzifix kniend, an dem Tag, den er vorhergesagt hatte.

Wie von Konrad gewünscht wurde er in der Nikolaus von Myra geweihten Kirche am Hauptplatz des damaligen Noto bestattet und dort 1584 in einen Kupfersarg umgebettet. Nach der Zerstörung der Stadt durch das Erdbeben von 1693 und ihrem Neuaufbau an anderer Stelle kamen dieser Sarg mit den Gebeinen in die neue Stadt in die Kirche Santa Chiara, 1996 in die ebenfalls Nikolaus geweihte dortige Kathedrale. An seiner Einsiedelei wurde 1751 eine Kapelle errichtet, die zum Wallfahrtsort wurde.

Bild in der Konrad geweihten Kapelle der Kathedrale in Noto
Bild in der Konrad geweihten Kapelle der Kathedrale in Noto

Kanonisation: Konrad Confalonieri wurde am 28. August 1515 durch Papst Leo X. seliggesprochen. Am 12. September 1625 gewährte Papst Urban VIII. dem Franziskanerorden die Verehrung, in Piacenza wurde diese am 2. Juni 1625 durch ein Dekret des Kardinals Odoardo Farnese mit einem feierlichen Pontifikalamt in der Kathedrale gestattet.
Patron von Noto; bei Leistenbruch

Die Einsiedelei in San Corrado Fuori le Mura ist täglich außer montags von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. (2017)
Noto Antica kann frei besichtigt werden, vom Parkplatz am Stadttor dauert die Durchquerung des verwunschenen Ortes zu Fuß knapp 30 Minuten.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.07.2017

Quellen:
• https://it.wikipedia.org/wiki/Corrado_Confalonieri
• https://it.wikipedia.org/wiki/Calendasco
• Infotafeln in der Einsiedelei in San Corrado Fuori le Mura

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.