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Ökumenisches Heiligenlexikon

Luchesius von Poggibonsi

italienischer Name: Lucchese

Gedenktag katholisch: 28. April
gebotener Gedenktag bei den Franziskaner-Tertiaren
nicht gebotener Gedenktag im Franziskanerorden, im Orden der Franziskaner-Observanten

Name bedeutet: der Leuchtende (latein.)

erster Tertiar
* um 1181 in Gaggiano im Val d´Este bei Florenz in Italien
† 1260 in Poggibonsi bei Siena in Italien


Luchesius führte als Jugendlicher ein weltliches Leben als Parteianhänger der Guelfen, die die Politik des Papsttums unterstützten und die sich nach den Rivalen des Stauferhauses, dem Geschlecht der Welfen benannt hatten. Er wurde deshalb in seiner Heimat abgelehnt und ließ sich in Poggibonsi als Händler nieder, wo er sehr erfolgreich seinen Geschäften nachging.

Fresko: Luchesius trifft Franziskus, im Santuario San Lucchese bei Poggibonsi
Fresko: Luchesius trifft Franziskus, im Santuario San Lucchese bei Poggibonsi

Nachdem seine beiden Söhne gestorben waren, wurde Luchesius im Alter von 30 Jahren ein anderer Mensch: er begann, sich mit Kranken abzugeben, Gefangene zu besuchen, seine Habe zu verschenken. Nur ein kleines Stück Land behielt er zur Eigenbeschäftigung. Seine Freigebigkeit machte seiner Frau, == Bona dei Segni, genannt Bonadonna, zu schaffen. Einmal kam ein Bettler, der um Brot bat. Luchesius rief seine Frau, aber diese wütete, es sei kein Brot mehr im Kasten. Luchesius verwies sie auf die Macht und Güte Christi, sie schaute nach und der Kasten war voll mit frischem Brot. Von da an übte auch sie die Werke der Barmherzigkeit. Wenig später kam Franziskus von Assisi nach Poggibonsi, legte dem Ehepaar die Idee des Dritten Ordens ans Herz und kleidete sie mit einem grauen Habit mit Büßerstrick. Luchesius wurde so im Jahr 1221 der erste Tertiar der Franziskaner. Das Paar führte von nun an ein Leben in Buße und in Werken der Barmherzigkeit. Luchesius geriet auch in Verzückung und hatte die Gabe der Krankenheilung.

Mit 80 Jahren spürte Luchesius, dass es mit dem irdischen Leben bald aus sein wird. Bonadonna wollte mit ihm sterben; der Wunsch der Frau soll in Erfüllung gegangen sein. Luchesius wurde in der Kirche der Franziskaner in Poggibonsi begraben. Sein Grab wurde zur Pilgerstätte, heute das Santuario San Lucchese nahe des Platzes San Lorenzo in Pian dei Campi, wo Franziskus und Luchesius sich getroffen haben.

Kanonisation: Papst Pius VI. bestätigte Luchesius' Verehrung im Jahr 1779.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.09.2015

Quellen:
• Kapuzinerbuder Martin Steger, Antoniusblatt 4/2009, Meran
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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