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Ökumenisches Heiligenlexikon

Lukas von Demenna

auch: von Armento

Gedenktag katholisch: 5. Februar

Gedenktag orthodox: 13. Oktober

Name bedeutet: aus Lukanien stammend (griech.)

Einsiedler in Noa, HegumenosEin Hegumenos (griech.„ἡγούμενος, Führer/Leiter”) ist in den orthodoxen Kirchen der Vorsteher eines Klosters, entsprechend etwa dem westlichen Prior / Probst. Er steht hierarchisch unter dem Archimandriten. in Armento
* 918 (?) in Demenna, wohl heute Alcara li Fusi auf Sizilien in Italien
† 13. Oktober 984 (?) in Armento bei Potenza in Italien


Lukas, Sohn der vornehmen Eltern Johannes und Tedibia, wurde gegen deren Willen Basilianermönch im damaligen Kloster Santa Maria Latina in Agyrion - dem heutigen Kloster San Filippo in Agira. Dann lebte er einige Zeit mit Elias Speleota im Kloster San Lucia in Reggio di Calabria. Als er vor den Sarazenen fliehen musste, ging er nach Noa - dem heutigen Neopoli bei Potenza, wo er sich mit seinen Anhängern an einer alten, Petrus geweihten Kirche niederließ, die sie wieder aufbauten. Nach sieben Jahren bauten sie in der Gegend am Fluss Agri auch das Kloster St. Julian, was aber den Landesherren Landolf IV. von Capua erzürnte. Als Kaiser Otto I. die Gegend angriff, ging Lukas mit seinen Gefährten nach Armento und baute ein stark befestigtes Kloster. Dort wehrten sie sich erfolgreich gegen einen neuen Angriff der Sarazenen - wohl unter Abu l-Qasim Ali -; auf Pferden kämpften die Mönche nicht ohne Blutvergießen gegen die Angreifer - ein damals für Mönche völlig untypisches Vorgehen. Seiner verwitweten Schwester Katherina errichtete er ein Maria geweihtes Kloster, auch deren beide Söhne wurden Mönche. Die letzten drei Jahre seines Lebens war er durch Krankheit behindert; sein Tod wurde ihm durch einen Engel angekündigt.

== Sabas von Collesano begleitete Lukas beim Sterben und bestattete ihn in seinem Kloster in Armento.

Lukas wurde häufig mit Lukas von Carbone verwechselt - auch in den Acta Sanctorum -; diese Verwechslung basiert auf der eines Heimatforschers aus dem Jahr 1600.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.03.2017

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• https://it.wikipedia.org/wiki/Luca_di_Demenna

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.