Ökumenisches Heiligenlexikon

Paulina von Paulinzella

auch: von Thüringen

1 Gedenktag katholisch: 14. März
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Fulda: 13. März

Name bedeutet: die Kleine (griech. - latein.)

Klostergründerin
* 1067 in Sachsen
14. März 1107 in Münsterschwarzach in Bayern


Ruine der dreischiffigen Säulenbasilika Paulinzella, erbaut ab 1105, geweiht 1124
Ruine der dreischiffigen Säulenbasilika Paulinzella, erbaut ab 1105, geweiht 1124

Paulina, eine sächsische Adlige, zog als Witwe zusammen mit mehreren Gefährtinnen 1102 in den Thüringer Wald und lebte als Einsiedlerin. Bald gründete sie das Kloster Marienzelle - das heute nach ihr benannte Kloster Paulinzella - nahe Ilmenau als Doppelkloster, also sowohl für Männer als auch für Frauen. Der männliche Teil wurde 1106 mit Benediktinermönchen aus dem Kloster Hirsau besiedelt, die in Paulinzella die Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11./12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. einführten; im Frauenkloster lebte Paulina selbst als Reklusin. Während einer Reise nach Hirsau erkrankte sie und starb.

Paulinas Gebeine wurden am 14. März 1123 in die Basilika von Paulinzella gebracht. 1534 wurde in der Reformation das Kloster aufgelöst, die Kirche zerstört. Auf dem Klostergelände wurde nach 1600 ein kleines Jagdschloss der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt errichtet.

Das Museum für Kloster-, Jagd- und Forstgeschichte im ehemaligen Jagdschloss am Kloster Paulinzella ist von März bis Oktober mittwochs bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 4 €. (2023)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.11.2023

Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998
• Infotafeln am ehemaligen Kloster Paulinzella

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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