Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria Antonia vom heiligen Josef de Paz y Figueroa

spanischer Name: María Antonia de Paz y Figueroa
Kosename: Mama Antula

1 Gedenktag katholisch: 7. März

Name bedeutet: M: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
A: die vorne Stehende (latein.: aus dem Geschlecht der Antonier)

Laiin
* 1730 in Villa Silípica bei Santiago del Estero in Argentinien
in Buenos Aires in Argentinien


Andachtsbild
Andachtsbild

Maria Antonia, Tochter der wohlhabenden Familie von Miguel de Paz y Figueroa und María de Zurita, fühlte sich schon in jungen Jahren zum religiösen Leben berufen, konnte aber aufgrund der damaligen Beschränkungen für Frauen nicht in ein Kloster eintreten. Als 15-Jährige weihte sie sich Gott, nahm den Namen Maria Antonia vom Heiligen Josef an und unterstützte die Jesuiten in ihrem Heimatort. 1760 versammelte sie in Santiago del Estero eine Gruppe junger Mädchen, die zusammen lebten, beteten, Nächstenliebe übten und mit den Jesuitenpatres zusammenarbeiteten. Nach der Vertreibung der Jesuiten aus Argentinien durch die spanische Kolonialherrschaft 1767 zog Maria Antonia in den armen Regionen im Nordostens des Landes von Stadt zu Stadt, um Exerzitien in der Tradition von Ignatius von Loyola anzubieten. In acht Jahren erreichte sie damit - gekleidet in einem schwarzen Habit - mehr als 70.000 Menschen, von denen sie Mama Antula genannt wurde. 1779 kam sie nach Buenos Aires und gründete dort trotz Widerständen seitens des Vizekönigs und des Bischofs 1780 das bis heute bestehende Santa Casa de Ejercicios Espirituales, das Heilige Haus für geistliche Übungen. Die ersten geistlichen Übungen begann sie mit zwanzig Personen, bald schon nahmen Tausende teil.

Briefe über Maria Antonias Wirken und ihre eigene Korrespondenz gelangten nach Europa, wurden ins Englische, Italienische und Deutsche übersetzt und vervielfältigt. In Frankreich wurden durch deren Lektüre mehrere Klöster gegründet, der Generalvikar der in Russland weiter bestehenden Jesuiten sandte Maria Antonia den Bruderschaftsbrief, Papst Leo XIII. gewährte besondere Ablässe. Von einer tödlichen Krankheit gezeichnet starb Maria Antonia in dem von ihr gegründeten Santa Casa de Ejercicios Espirituales.

Maria Antonia fand ihr Grab in der Kirche Nuestra Señora de la Piedad in Buenos Aires.

Unweit ihres Geburtshauses in Villa Silípica wurde Maria Antonia vom Heiligen Josef ein ihr geweihtes Sanktuarium eröffnet.

Kanonisation: Maria Antonia vom heiligen Josef wurde am 27. August 2016 in der Kathedrale in Santiago del Estero durch Kardinal Angelo Amato, dem Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, im Auftrag von Papst Franziskus seliggesprochen und am 11. Februar 2024 im Petersdom in Rom durch Papst Franziskus heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.02.2024

Quellen:
• https://www.kathpress.at/goto/meldung/2336808/argentinierin-mama-antula-wird-erste-neue-heilige-des-jahres - abgerufen am 10.01.2023
• https://es.wikipedia.org/wiki/Mar%C3%ADa_Antonia_de_Paz_y_Figueroa - abgerufen am 10.01.2023

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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