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Ökumenisches Heiligenlexikon

Martinian von Athen

auch: von Caesarea

Gedenktag katholisch: 13. Februar

Gedenktag orthodox: 13. Februar

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

Einsiedler
* um 372 (?) in Caesarea im Libanon, heute Arqa bei Tripolis im Libanon 1
um 422 (?) in Athen in Griechenland


Martinian wurde Mönch und lebte der Überlieferung zufolge ab seinem 18. Lebensjahr als Einsiedler auf dem Berg nahe seiner Geburtsstadt, der damals Arqa genannt wurde wie heute auch der Ort. Er hatte demnach die Gabe, Krankheiten zu heilen und Dämonen auszutreiben. Eine Legende erzählt, dass eines Tages eine Frau die Wette einging, dass sie den Einsiedler verführen könne, nachdem sich der Ruhm von dessen tugendhaftem Leben in der Stadt verbreitet hatte. Sie kam eines Nachts zu ihm und gab vor, als hätte sich im Sturm verlaufen. Martinian ließ sie angesichts des Unwetters eintreten, ging in sein Zimmer und schloss die Tür ab. Am Morgen wollte er die Frau wegschicken, zündete ein Feuer an und sagte: Sie wollen, dass ich vor Versuchung brenne und diese mich in das Feuer der Hölle führen soll. Aber stattdessen werde ich für meine Jungfräulichkeit brennen und meine Seele retten. Die Frau bereute und bat, sie auf den Weg der Erlösung zu führen. Er wies sie an, nach Betlehem zu Paula von Rom zu gehen; dort lebte die Frau namens Zoë zwölf Jahre lang als Nonne in strenger Askese bis zu ihrem gesegneten Ende.

Felseninsel Sanini bei Tripolis
Felseninsel Sanini bei Tripolis

Um jeder Versuchung zu entgehen, lebte Martinian sechs Jahre auf einer Insel unter freiem Himmel; diese Felseninsel war so niedrig, dass die Wellen über sie schlugen, wenn die See hoch ging - offenbar die Insel Sanini bei Tripolis. Eine Legende erzählt, dass eine Jungfrau nach einem Schiffbruch auf diese Insel verschlagen wurde; Martinian stürzte sich demnach ins Meer, denn er wollte lieber ertrinken, als sich der Gefahr zu sündigen aussetzen. Zwei Delphine brachten ihn ans Festland, die Frau blieb allein auf der Insel zurück. Als der Fährmann, der Martinian einmal jährlich Brot und Wasser brachte, statt seiner die schöne junge Frau sah, wollte er aus Furcht vor dämonischem Spuk nicht landen; erst als ihn die Jungfrau mit aufgehobenen Händen bat, wie sonst Martinian doch ihr das Brot zu bringen, weil sie dessen Lebensweise hier fortsetzen wolle, willigte der Schiffer ein. Nach etlichen Jahren starb die Jungfrau namens Photina (Lucina).

Die beiden letzten Jahre seines Lebens war Martinian unablässig auf der Wanderung und kam so auch nach Athen, wo er krank wurde. Als er den Tod nahen spürte, ging er in eine Kirche und legte sich auf den Boden. Dem Bischof von Athen wurde der heiligmäßige Lebenswandel von Martinian geoffenbart, deshalb ließ dieser ihn mit Ehren begraben.

Martinian war in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - eine Kirche geweiht.

1 Als Heimatort wird meistens fälschlich Cäsarea in Israel angegeben.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.01.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://oca.org/saints/lives/2019/02/13/100513-venerable-martinian-of-caesarea-in-palestine

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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