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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hormisdas

Gedenktag katholisch: 6. August

Gedenktag orthodox: 6. August

Name bedeutet: ?

Papst
* in Frosinone in Italien
† 6. August 523 in Rom


Hormisdas, verheiratet und Vater des späteren Papstes Silverius, war Diakon bei Papst Symmachus. 514 trat er als dessen Nachfolger sein Amt als Papst an. Weil Kaiser Anastasios I. von seinem General Vitalian, der auf Seiten der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon stand, mit einer Revolte unter Druck gestzt wurde, forderte der Bedrängte den Papst auf, die Spaltung zwischen Ost- und Westkirche, das Akakianische Schisma, zu überwinden. Hormisdas hielt in Rom eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. ab und entsandte dann 515 eine Delegation nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul -, die die Anerkennung des Chalkedonense und der Lehrbriefe von Papst Leo dem Großen, die Verurteilung des Nestorianismus und von Patriarch Achatius von Konstantinopel sowie die Unterzeichnung der vom Papst vorgelegten Formula fidei Hormisdae, Glaubensformel des Hormisdas, forderte. Weil General Valerian starb, kam es nicht mehr zur geplanten gemeinsamen Synode in Herakleia am Pontus - dem heutigen Ereğlisi am Schwarzen Meer -; der Kaiser anerkannte in einem Brief an den Papst die Konzilsbeschlüsse und Leos Lehrbriefe, war aber nicht zur Verurteilung von Patriarch Achatius bereit.

Hormisdas blieb bei seinen Forderungen. Und es gelang ihm im Lauf des Jahres 516, von etwa 40 Bischöfen der Ostkirche die Zustimmung zu erhalten. 517 wiederholte er deshalb in einer neuen Gesandtschaft an den Kaiser seine Forderungen, blieb aber wieder erfolglos. Erst mit Anastasius' Nachfolger Justinus I. und dem neuen Patriarchen Johannes II. Kappadokes konnte eine Abordnung Übereinstimmung erzielen, zum 22. April 519 wurde die Kirchenunion wieder hergestellt.

Im Streit mit syrischen Mönchen im Theopaschistischen Streit, die die Glaubensformel unus ex trinitate passus est, einer aus der Trinität hat gelitten, vorgelegt hatten und im Osten des Monophysitismus angeklagt waren, weigerte er sich einzugreifen, verwarf aber ausdrücklich nicht die Ansichten der Mönche. Viele seiner Briefe, v. a. an die Kirche in Spanien, sind erhalten.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Briefe von Hormisdas und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• Andreas Külzer: Die Metropolis von Herakleia in Ostthrakien (Marmaraereğlisi). Notizen zur Kirchengeschichte in byzantinischer Zeit. Theiss Wissen Kompakt, Darmstadt