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Ökumenisches Heiligenlexikon

Silverius


Silverius war der Sohn von Papst Hormisdas und wirkte als Subdiakon in Rom. 536 wurde er nach dem plötzlichen Tod von Papst Agapitus I. vom Ostgotenkönig Theodahad zum Papst ernannt; Vorbehalte des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. konnten nur mühsam unterdrückt werden. 536 erreichte Silverius in Verhandlungen die kampflose Übergabe der Stadt Rom an die Byzantiner unter Feldherr Belisar.

Die Ruine der „Kirche an der Quelle” in Patara, erbaut um 400 neben einer alten römischen Nekropole, erneuert ums 8. Jahrhundert, durch Erdbeben im 12./13. Jahrhundert zerstört
Die Ruine der Kirche an der Quelle in Patara, erbaut um 400 neben einer alten römischen Nekropole, erneuert ums 8. Jahrhundert, durch Erdbeben im 12./13. Jahrhundert zerstört

Von Belisar wurde Silverius dann wegen seiner anhaltenden Kontakte zu den Ostgoten des Hochverrats bezichtigt; auf Betreiben des ehrgeizigen Vigilius, der selber Papst werden wollte, setzte Belisar Silverius ab, verhaftete ihn im März 537 und verbannte ihn nach Patara in Lykien - heute Ruinen bei Kalkan in der Türkei. Der dortige Bischof erreichte nach einigen Monaten bei Kaiser Justinian I., dass Silverius nach Rom zurückkehren konnte. Dort war inwischen aber Vigilius, der Günstling der den Anhängern des Monophysitismus nahestehenden Kaiserin Theodora, Papst geworden, der seinen Vorgänger umgehend auf die Insel Ponza verbannte. Drei Wochen nach seiner Ankunft dort starb Silverius - inwischen wohl auf die Nachbarinsel Palmarola gebracht - den Hungertod.

Wegen der Demütigungen und erlittenen Schmerzen wird Silverius auch als Märtyrer verehrt. Die Verehrung bezeugt ein Kalender der Kirche S. Maria del Priorato auf dem Aventin aus dem 11. Jahrhundert.

Attribute: Brot auf Teller, als Pilger
Patron von Ponza, Frosinone, Scerni bei Pescara und Valprato Soana bei Turin

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Briefe von Silverius gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Die Ruinen von Patara sind jeden Tag zwischen April und Oktober von 9 Uhr bis 19 Uhr, zwischen November und März von 8 Uhr bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt beträgt 2 €. (2013)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.10.2015

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• Wilhelm Kohl. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. X, Herzberg 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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