Ökumenisches Heiligenlexikon

Nikolaus von Gesturi

italienischer Name: Nicola
Taufname: Johannes Angelus Salvator - Giovanni Angelo Salvatore Medda

Gedenktag katholisch: 8. Juni
nicht gebotener Gedenktag im Kapuzinerorden

Name bedeutet: der Sieger über das / aus dem Volk (griech.)

Ordensmann
* 5. August 1882 in Gesturi auf Sardinien in Italien
8. Juni 1958 in Cagliari auf Sardinien in Italien


Johannes Medda war ein Sohn der Bauersleute Giovanni Medda und Priama geb. Cogoni. Kurt vor seinem fünften Geburtstag starb sein Vater, kurz vor seinem 13. seine Mutter und er musste als Knecht - nur gegen Kost und Unterkunft - erbeiten. Er hatte nur die ersten Grundschulklassen besucht; seine Liebe zu den Ärmsten und sein asketischer Lebsstil waren ihm dennoch Ansporn, das Priesterleben anzustreben, aber seine Armut war ein unüberwindbares Hindernis. Nach einem Leiden an Gelenkrheuma, das ihn 45 Tage ins Bett zwang, konnte er 1912 in Cagliari in den Konvent der Kapuziner eintreten, wo er den Ordensnamen Nikolaus annahm, als Koch wirkte und dann im Kloster in Oristano, in in Sanluri und wieder in Cagliari lebte. Hier machte er sich als unermüdlicher Bettelmönch einen Namen, als der er den Menschen mit Rat, Trost und Gebeten für ihre Heilung half.

Als Cagliari im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert wurde, zog Nikolaus weiterhin durch die Straßen und leistete den Opfern Hilfe; als auch sein Konvent evakuiert wurde, blieb er, um den hungrigen und zerlumpten Verbliebenen beizustehen und Hilfe zwischen den Trümmern zu bringen. Anfang Juni 1958 bat er darum, vom Betteln entlastet zu werden; er kam ins Krankenhaus, wo ein eingeklemmten Leistenbruch diagnostiziert wurde; nach einer Woche erlag er seinem Leiden.

Nikolaus' Sarkophag in der ihm geweihten Kapelle der Klosterkirche in Cagliari
Nikolaus' Sarkophag in der ihm geweihten Kapelle der Klosterkirche in Cagliari

Dem Leichzug von seinem Konvent auf den Friedhof Bonaria in Cagliari folgten etwa 60.000 Menschen. Nikolaus' Grab wurde das Ziel vieler Pilger, es war immer mit frischen Blumen von dankbaren Menschen geschmückt. 1980 wurden seine Gebeine in die Kirche seines Klosters übertragen, wo sie nun in einer Seitenkapelle ruhen in derselben Kirche wie sein Vorgänger und Vorbild Ignatius von Láconi.

Kanonisation: Nikolaus von Gesturi wurde am 3. Oktober 1999 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 16.03.2022

Quellen:
• https://it.wikipedia.org/wiki/Nicola_da_Gesturi - abgerufen am 05.02.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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