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Ökumenisches Heiligenlexikon

Offo

auch: Uffo

Gedenktag katholisch: 14. Januar

Name bedeutet: der friedliche Erbe (althochdt.-friesisch)

Mönch, Klostergründer
* in Irland oder Schottland
† im 6./7. Jahrhundert in Schuttern bei Offenburg in Baden-Württemberg


Wappen des Klosters Schuttern aus dem  Jahr 1609: Klostergründer Offo - oder Stifter Kaiser Heinrich II. - vor Maria. Ein älteres Sigel aus dem Jahr 1264 zeigt den Klostergründer nur als Abt vor Maria.
Wappen des Klosters Schuttern aus dem Jahr 1609: Klostergründer Offo - oder Stifter Kaiser Heinrich II. - vor Maria. Ein älteres Sigel aus dem Jahr 1264 zeigt den Klostergründer nur als Abt vor Maria.

603 erfolgte mit Hilfe von Bischof Arbogast von Straßburg auf Königsgut die Gründung einer Zelle in Schuttern durch den - der Überlieferung nach aus königlichem Geschlecht, tatsächlich aus dem Adelsgeschlecht der Kuning stammenden - iro-schottischen Pilgermönch Offo, einem Gefährten von Kolumban.

Archäologisch nachgeweisen sind eine der Maria geweihte Kirchenzelle, die in römischen Siedlungs- bzw. Tempelruinen platziert war und dazugehörige Gräber, auch das Grab Offos; bald schon entstand eine kleine Kapelle über diesem Grab. Mit dem Niedergang des merowingischen Königtums ab 640 entfiel der Schutz durch die einheimische Stifterfamilie der Herren zu Burghausen; Offonis Cella versank jahrzehntelang in ein Schattendasein, bis gut 100 Jahre später der Wandermönch Pirmin die Benediktinerregel einführte. Die älteste gesicherte Urkunde über das Kloster stammt aus dem Jahr 817, darin wird das Kloster als eine der bedeutendsten Reichsabteien genannt. Um 1025 veränderte sich der Name des Klosters von Offoniscella zu Schuttern. Um 1169 wurde während eines Neubaues der Kirche Offos Grab zerstört, um die Reliquien zu rauben; diese konnten danach in einem neuen Mausoleum den Pilgern gezeigt werden. Um 1510 verfasste der Mönch Paul Volz die Geschichte seines Klosters und berichtete darin über den Gründer, den demnach angelsächsischen Königssohn Offo, dessen Grabplatte in der Kirche zu sehen sei. Das Kloster existierte bis zur Säkularisation 1806, die Kirche ist seitdem Pfarrkirche.

Der Offotag wurde in Schuttern bis um 1700 - auch mit einer Armenspeisung, zu der oft 1000 und mehr Bedürftige kamen - gefeiert, das Fest wurde neuerdings wieder belebt.

Nach der von Paul Volz verfassten Klostergeschichte geht auch die Stadt Offenburg auf Offo zurück, denn dort gründete er demnach eine Offonis burgum genannte Niederlassung. Auch der Name von Iffezheim - erstmals 1245 als Uffinsheim urkundlich erwähnt - leitet sich von Uffo / Offo ab.

Wappen des Ortes Schuttern: der knieende Klostergründer Offo - oder Kaiser Heinrich II. -, der auf den Händen das Modell der Kirche trägt
Wappen des Ortes Schuttern: der knieende Klostergründe Offo - oder Kaiser Heinrich II. -, der auf den Händen das Modell der Kirche trägt




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.05.2018

Quellen:

• Kloster- und Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Schuttern. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2003

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.