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Ökumenisches Heiligenlexikon

Privatus von Mende

französischer Name: Privat

Gedenktag katholisch: 21. August

Gedenktag armenisch: koptisch: 21. August

Name bedeutet: der Privatmann/Untertan (latein.)

erster Bischof von Javols / Mende, Märtyrer
* bei Clermont, heute Clermont-Ferrand in Frankreich
† um 258 (?) in Mimate, heute Mende in Frankreich


Privatus kam der Überlieferung zufolge als Glaubensbote und Missionsbischof zu den Gabaloren, der Bevölkerung im Gévaudan genannten Landstrich in der Gegend um Mende, das damals nur aus einer Burg bestand. Als die Alemannen unter Chrocus I. ins Land einfielen, wurde er verfolgt und zog sich zurück in eine Einsiedelei, dann versteckte er sich in Höhlen, wurde schließlich doch gefangen genommen und geschlagen. Nachdem die Gabaloren den Alemannen Gehorsam gelobten, wurde er freigelassen, starb aber an den Folgen der Folterungen.

Gregor von Tours berichtete über den Einfall der Alemannen und das Schicksal von Privatus. Venantius Fortunatus berichtete, dass Privatus als Wundertäter verehrt wurde. Die Überlieferung machte ihn zum Bischof mit Sitz in Javols, der Hauptstadt der Gabaloren; dieses Bistum wurde im 10. Jahrhundert nach Mende verlegt. Im 7. Jahrhundert war die Verehrung auch in Spanien verbreitet. Reliquien kamen 632 in die Kathedrale Saint-Denis nach Paris, 777 ins Kloster Salonnes bei Metz und im 10. Jahrhundert in die Kirche St. Pantaleon nach Köln. André Duchesne datierte Privatus' Martyrium auf die Zeit von Kaiser Konstantin.

An der Stelle des Grabes von Privatus wurde eine Kirche errichtet. Papst Urban V. ließ dort ab 1368 eine Basilika bauen, die 1467 Notre-Dame und Privatus geweiht wurde, die heutige Kathedrale in Mende.

Privatus' Einsiedelei hoch über Mende war bis zum 20. Jahrhundert Ziel vieler Wallfahrten.

Giovanni di Cosma: Privatus (rechts) mit Maria und dem Jesuskind sowie Dominikus (links), Mosaik, Ende des 13. Jahrhunderts, in der Kirche S. Maria sopra Minerva in Rom
Giovanni di Cosma: Privatus (links) mit Maria und dem Jesuskind sowie Dominikus (rechts), Mosaik, 1296, in der Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.09.2017

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• http://fr.wikipedia.org/wiki/Mende_(Loz%C3%A8re)#.C3.89poque_gallo-romaine
• http://fr.wikipedia.org/wiki/Privat_de_Mende
• Matthias Untermann: Das Oratorium des hl. Privatus bei St. Pantaleon in Köln. In: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins, Bd. 52, Köln 1981, S. 211ff

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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