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Ökumenisches Heiligenlexikon

Theotonius von Coimbra

potugiesischer Name: Teotónio

Gedenktag katholisch: 18. Februar
gebotener Gedenktag in Portugal
gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren

Name bedeutet: der auf Gott Gespannte (griech.)

Priester, Abt in Coimbra, Ordensgründer
* 1082 in Ganfei, heute Ortsteil von Valença in Portugal
† 18. Februar 1162 (?)


Kathedrale in Viseu
Kathedrale in Viseu

Theotonius wurde von seinem Onkel, dem Bischof von Coimbra, erzogen und dort sowie in Viseu ausgebildet. 1112 wurde er Prior im Kloster an der Kathedrale in Viseu, dann Wanderprediger. 1117 machte er eine Wallfahrt nach Jerusalem; dort wurde ihm angeboten, als Oberer der Augustiner-Chorherren des Heiligen Landes zu wirken, was er ablehnte. Nach seiner Rückkehr verzichtete er auch darauf, Bischof der unter der Herrschaft der Araber vakanten Diözese Viseu zu werden. Er unterstützte Afonso Henriques, der dann 1139 als Afonso I. der erste portugiesischer König wurde, in dessen Kampf gegen seine Mutter um die Herrschaft; die Überlieferung berichtet, Theotonius habe diese exkommuniziert. Nach einer weiteren Pilgerreise ins Heilige Land kehrte er 1132 nach Portugal zurück. Zusammen mit == Tello und mit zehn weiteren KlerikernEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. gründete er das Regularkanonikerstift Santa Cruz in Coimbra, wurde 1134 dessen erster Prior und hatte das Amt bis zu seinem Tod inne. Befreundet mit Bernhard von Clairvaux, führte er 1136 die Augustinerregel gemäß der Reformen von St-Ruf in seinem Kloster ein, für das er bei Papst Hadrian IV. auch Privilegien erzielen konnte.

Santa Cruz wurde eines der wichtigsten Klöster im neuen Königreich, Theotonius war weiterhin Berater von König Afonso I. 1152 legte Theotonius sein Amt als Prior nieder. Als Papst Hadrian IV ihn 1153 zum Bischof von Coimbra ernennen wollte, weigerte er sich wiederum, das Amt zu übernehmen.

Theotonius wurde in einer Kapelle der Kirche des Klosters Santa Cruz in Coimbra bestattet.

Kanonisation: Theotonius wurde schon am 18. Februar 1163 auf einem Provinzialkonzil in Coimbra heiliggesprochen, Papst Alexander III. bestätigte die Verehrung des ersten portugiesischen Heiligen.

Armreliquie in der Kathedrale in Viseu
Armreliquie in der Kathedrale in Viseu

Patron von Viseu, Ganfei-Valença und São Teotónio, Ortsteil von Odemira; der Diözese Viseu

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Kirche und Kloster Santa Cruz in Coimbra sind dienstags bis samstags von 9 Uhr bis 17 Uhr - samstags mit Mittagspause von 12 Uhr bis 14 Uhr, sonntags erst ab 16 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt ist frei. (2015)
Die Kathedrale in Viseu ist dienstags bis sonntags von 9 Uhr bis 12 Uhr und von von 14 Uhr bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt ist frei, der Eintritt ins Museum kostet 2,50 €. (2015)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.08.2016

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• www.saoteotonio.net/teotonio.html
• paineis.org/PAINEIS_Quatro_santos.htm

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.