Ökumenisches Heiligenlexikon

Urban IV.

Taufname: Jacques Pantaléon

Gedenktag katholisch: 2. Oktober

Name bedeutet: der Städter (latein.)

Papst
* um 1195 in Troyes in Frankreich
2. Oktober 1264 in Perugia in Italien


Jacques Pantaléon war der Sohn eines Schuhmachers. Er studierte Theologie in Paris und wurde Kanoniker in Laon, dann Archidiakon in Lüttich / Liège. 1247 wurde er von Papst Innozenz IV. zum Legaten in Livland und Pommern ernannt, 1248 leitete er in Breslau / Wrocław eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. der Kirchenprovinz Gnesen / Gniezno. 1251 wurde er Bischof der schwer verschuldete Diözese von Verdun; die Erfolge seiner Sanierungsbemühungen führten dazu, dass Papst Alexander IV. ihn 1255 zum lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannte. 1261 wurde er in Viterbo zum Papst gewählt.

Urban IV. residierte in Orvieto und in Viterbo. Er setzte die Politik seiner Vorgänger fort, die gegen die Süditalien beherrschenden Staufer gewandt war, und lehnte ein Friedensangebot des Königs Manfred von Sizilien ab. Stattdessen belehnte er Karl I. von Anjou, den Bruder von Ludwig IX., mit Sizilien, der dann sofort rücksichtslos nur seine eigenen Interessen verfolgte, so dass sich Urban nach eigenen Worten zwischen Scylla und Charybdis sah. Urban hatte damit eine Entwicklung ausgelöst, die er nicht zu überblicken vermochte und die schlussendlich zur Abhängigkeit des Papsttums von Frankreich und zum Exil in Avignon führte.

Nachdem im August 1261 das im 4. Kreuzzug gegründete Lateinische Kaiserreich von Konstantinopel von Kaiser Michael VIII. Palaiologos zurückerobert worden war, bemühte Urban sich erfolglos, einen neuen Kreuzzug zur Wiedererrichtung dieses Reiches anzustoßen. 1264 ordnete er das aufgrund der Visionen der Juliana von Mont Cornillon entstandene Fronleichnamsfest als Fest für die gesamte Kirche an.

Urban wurde im Dom San Lorenzo in Perugia - wohin er kurz vor seinem Tod umgezogen war - bestattet. 1935 wurden seine Gebeine in die einst von ihm gestiftete Basilika St-Urbain nach Troyes gebracht.

Catholic Encyclopedia

  Die Bulle zur Einführung des Fronleichnamsfestes von Papst Urban IV. gibt es in deutscher Übersetzung auf der Webseite Gute geistliche Texte.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.12.2020

Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Urban_IV.
• http://www.vaticanhistory.de/pm/html/urban_iv_.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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