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Ökumenisches Heiligenlexikon

Wolfgang Capito

deutsch: Wolfgang Köpfel

Gedenktag evangelisch: 21. November

Name bedeutet: der den Wolf Angreifende (althochdt.)

Priester, Probst, Reformator
* 1478 (oder 1472) in Hagenau, heute Haguenau im Elsass in Frankreich
† 21. (?) November 1541 in Straßburg in Frankreich


Wolfgang Capito
Wolfgang Capito

Wolfgang Köpfel - latinisiert Capito - war der Sohn des Senators und Marktmeisters in Haguenau. Er besuchte die Lateinschule in Pforzheim und studierte Medizin, Jura und Theologie an der Universität in Freiburg. Nach der Priesterweihe wirkte er ab 1512 als Pfarrer in Bruchsal und ab 1515 am Münster in Basel. Nachdem er sich der Reformation angeschlossen hatte, wurde er 1519 Domprediger und Kanzler in Mainz und 1523 Probst an der Thomaskirche in Straßburg. Hier wirkte er neben Martin Bucer als Reformator, als Professor für Altes TestamentWir verwenden den Begriff Altes Testament, wissend um seine Problematik, weil er gebräuchlich ist. Die hebräische Bibel, der „Tanach” - Akronym für „Torah” (Gesetz, die fünf Bücher Mose), „Nevi'im” (Propheten) und „Kethuvim” (Schriften) - hat aber natürlich ihre unwiderrufbare Bedeutung und Würde. und als Leiter des Kirchen- und Schulwesens. 1532 heiratete er die Witwe seines 1531 gestorbenen Freundes Johannes Ökolampad, die dann nach Capitos Tod 1543 Gattin von Martin Bucer wurde. Capito zeigte sich Täufern und Spiritualisten gegenüber duldsam und ging schonend mit ihnen um. Er starb an der Pest.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.11.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:

• http://www.protestants-haguenau.fr/index.php?partik=16&flshz=&zku=&idrub=131&devlp=131
• Thomas Küntzel / Folke Damminger: Zur Untersuchung von Dominikanerkloster und Stadtkirche St. Stephanus auf dem heutigen Rathaushof in Pforzheim. In: Denkmalpfelge in Baden-Württemberg 4/2016