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Ökumenisches Heiligenlexikon

Hinweise zu Stadlers »Heiligen-Lexikon« Abkürzungen

Unni (Unno, Wimo)


S. Unni, Ep. Conf. (21. Oct. al 15., 19. Sept.). Dieser heil. Erzbischof von Hamburg und Bremen, auch Unnus, Huno und Wenni genannt 1 war der Nachfolger des hl. Reginward, welcher am 29. Sept. des J. 916 (Andere setzen den 10. Oct. 918) zu Corvey das Zeitliche gesegnet hatte. Die Geistlichkeit und das Volk hatte den Propst Leidradus gewünscht, aber König Conrad verweigerte die Bestätigung und ernannte seinen Hofcaplan Unni zum Erzbischofe. Im Jahre 917 empfing er, wenn die betreffende Urkunde ächt ist, vom Papste das Pallium. Bald nach der Thronbesteigung des deutschen Königs Heinrich I. (Ende des Jahres 918) eröffneten sich für die Weiterverbreitung des Christenthums in den beiden Bisthümern günstige Aussichten. Als nemlich Gorm der Alte, ein heftiger Feind des Christenthums, von den christlichen Schriftstellern der Grausame genannt, von demselben besiegt war, wurde die Reichsgrenze bis Schleswig vorgerückt, eine Mark zwischen der Eider und Schlei errichtet, und eine sächsische Colonie dorthin verpflanzt. Der hl. Unni begab sich sofort nach Dänemark, und gewann zwar nicht den König Gorm, wohl aber seine Gemahlin Thyra und seinen Sohn Harald, mit dem Zunamen Blauzahn, für den christlichen Glauben, obwohl er die Taufe noch nicht empfing. Er gewährte den Christen seinen Schutz, die Kirchen erhielten wieder Priester, und die Zahl der Gläubigen mehrten sich. Unser Heiliger bereiste unter Blauzahns Geleite die dänischen Inseln (Ostdänen), welche bislang noch kein Missionär betreten hatte, und begab sich von da nach Schweden, wo er zu Birka, im Begriffe zu seiner Kirche zurückzukehren, von einer Krankheit befallen wurde, welche sein Leben am 17. Sept. des J. 936 beendete. Seine Gefährten begruben ihn in Birka, woselbst sein Grab in hoher Verehrung blieb, sein Haupt aber nahmen sie mit sich nach Bremen zurück. Einzelnheiten über das Wirken des Heiligen sind uns nicht berichtet, indeß müssen die Erfolge seines Wirkens bedeutend gewesen sein, denn unter seinem Nachfolger, dem hl. Adeldag, konnten in den bekehrten Ländern bereits die drei Bisthümer Schleswig, Ripen und Aarhus eingerichtet werden. 2

1 Dieser Artikel ist der Hauptsache nach von Herrn Religionslehrer Grube in München bearbeitet. Die beigefügten Ergänzungen sind aus Jensens Schleswig- Holstein'scher K.-Gesch.

2 Der ehrwürdige Bischof Venno von Hamburg hat nie existirt, wie es auch nie einen Bischof Reginbert dort gegeben hat. Es ist der hl. Rembert (Rimbert), gewählt am 4. Febr. 865 und gest. am 21. Juni 888 gemeint. Ihm folgte der hl. Adalgarius, welcher am 9. Mai d. J. 909 starb. Sein Nachfolger war der heil. Hoger, gest. 26. Dec. 915 (916), worauf der hl. Reginward folgte. Vgl. H.-L. I. 444.




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zuletzt aktualisiert am 20.10.2018
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