Balderich von Utrecht
Gedenktag katholisch: 6. April
Name bedeutet: der mutige Fürst (althochdt.)
Balderich, ein Sohn des Grafen Rixfried von Kleve, wurde 917 als Nachfolger von Radbod Bischof von Utrecht - damals noch wie seine Vorgänger mit Sitz an der Lebuinuskerk in Deventer, weil Utrecht jahrzehntelang von heidnischen Wikinger und Friesen beherrscht und vieles zerstört worden war. Nachdeme sein Vater die Normannen hatte aus Utrecht vertreiben können, konnte Balderich ab 920 wieder in der Stadt residieren und den Wiederaufbau beginnen. Er restaurierte die Vorgängerkirche des Doms, zudem die damalige Salvatorkerk und die Domschule und entwickelte Utrecht zur bedeutendsten Stadt der nördlichen Niederlande. Um 929 gab König Heinrich I. ihm seinen vierjährigen Sohn - den späteren Erzbischof Brun I. von Köln - zur Erziehung, dadurch stand Brun dann auch mit dessen Bruder, dem späteren Kaiser Otto I. „dem Großen”, in enger Beziehungen. 948 nahm Balderich an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Ingelheim am Rhein teil. 953 stand er im Kampf Ottos gegen seinen aufständischen Sohn Liudolf auf des Königs Seite. 965 war er in Köln dabei, als Otto nach seiner Kaiserkrönung und Rückkehr aus Italien seiner Mutter wieder begegnete. 966 reiste er zu Otto nach Italien, von dem er die Erlaubnis erhielt, eigene Münzen zu prägen.
Balderich brachte Reliquien von Odulf in die damalige Salvatorkerk und erwarb für den Dom Reliquien von Agnes von Rom und von Pontianus von Spoleto - letztere liegen heute in der altkatholischen Sint-Gertrudiskathedraal. 954 ließ er Reliquien von Plechelm in die in Oldenzaal wiederaufgebaute und nun diesem geweihte Kirche übertragen und errichtete an ihr ein Kloster.
Balderich war der erste Bischof von Utrecht, der im Dom bestattet wurde. 1481 wurde ein bedeutender Teil seiner Gebeine nach Oldenzaal in die Kirche St. Plechelm übertragen.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 06.02.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph
Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://nl.wikipedia.org/wiki/Balderik_van_Utrecht - abgerufen am 06.02.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.