Ökumenisches Heiligenlexikon

Caidocus und Frechorius

für C auch: Caidoc, Caidos, französisch: Cadou
für F auch: Frechor, Frechor, Fricoräus, französisch: Fricor, später: Adrian

2 Gedenktag katholisch: 30. Mai

Name bedeutet: ?

Mönche, Glaubensboten in der Picardie
* in Irland
um 630 in Centula, heute Saint-Riquier bei Abbeville in Frankreich


Kirche und Gebäude des ehemaligen Klosters in Saint-Riquier
Kirche und Gebäude des ehemaligen Klosters in Saint-Riquier

Caidocus und Frechorius waren Schüler von Kolumban „dem Älteren”. Sie gingen um 622 als Glaubensboten aufs Festland in die Picardie zu dem Stamm der Moriner; dabei änderte Frechorius seinen gälischen Namen in Adrian. Sie bekehrten viele Menschen, darunter auch Richarius von Centula, den sie zum Priester weihten. Der beschützte sie dann auch vor Angriffen der lokalen Behörden und nahm sie in sein Haus auf. Nachdem Richarius - so die legendarische Überlieferung - ein Kloster in Centula gegründet hatte, traten auch Caidocus und Frechorius dort ein.

Caidocus und Frechorius wurden im Kloster in Centula bestattet. Sie werden als Apostel der Picardie verehrt. Ihre Gebeine werden seit dem 17. Jahrhundert auch in der Kirche Saint-Acheul in Amiens gezeigt.

Das Kloster in Saint-Riquier wurde in der Französischen Revolution 1789 geschlossen, die Gebäude wurden verkauft, die Kirche wurde Pfarrkirche. 1828 richtete das Bistum Amiens in den Klostergebäuden sein Knabenseminar ein, das bis 1905 Bestand hatte. Heute ist dort ein Kulturzentrum.

Die Kirche des ehemaligen Klosters in Saint-Riquier ist täglich von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. (2026)



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.06.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https//celticsaints.org/2017/0401c.html - abgerufen am 01.05.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Saint-Riquier - abgerufen am 09.06.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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