Elisabeth die Wundertäterin
griechischer Beiname: Thaumaturga
Gedenktag katholisch: 24. April
Gedenktag orthodox: 24. April
Name bedeutet: Gott ist Fülle (hebr.)
Elisabeth, Tochter christlicher Eltern, kam schon als Kind in das um 443 gegründete,
Kosmas und Damian geweihte damalige
Kosmidion
-Frauenkloster nach Konstantinopel;
es stand an einem heute unbekannten Ort innerhalb der damaligen Stadtmauern. Obwohl sie körperlich zart und schlank war,
lebte sie streng asketisch; sie trug auch bei strenger Kälte nur ein Kleid, wusch niemals ihren Leib, aß Jahre lang kein Brot,
rührte weder Wein noch Öl an und fastete oft wie einst Mose und
Jesus 40 Tage lang. Drei Jahre lang ahmte sie in ihrer Demut den Zöllner
aus dem Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer (Lukasevangelium 18, 9 – 14) nach, indem sie ihre Augen nicht zum Himmel erhob,
sondern beständig mit ihrem inneren, geistigen Auge auf Gott blickte. Sie erlebte mystische Ekstasen und wurde während
ihrer nächtlichen Gebete von himmlischem Glanz umgeben. Sie unterstützte Waisen, Arme, Witwen und alle Bedrängten und
Unrecht Leidenden. Mit ihrer wundersamen Kraft heilte sie Krankheiten aller Art und war Trösterin und Helferin, zudem trieb
sie unreine Geister aus den Menschen aus. Im Alter ging sie ncoh einmal in ihre
Heimatstadt und empfing in der damaligen Kirche der
Mutter Gottes eine Vision der Allheiligen Jungfrau, die ihr den baldigen Tod ankündigte
und sie zur Rückkehr in ihr Kloster aufforderte.
Auch an Elisabeths Grab ereigneten sich viele Wunder, viele Menschen wurden von verschiedenen Krankheiten geheilt und Blinde erlangten ihr Augenlicht zurück; schon ein wenig Erde von ihrem Grab brachte vielen Menschen Heilung. Reliquien von Elisabeth gibt es heute im Penteli-Kloster bei Athen in Griechenland.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 04.09.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche
Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://catholicsaints.info/saint-elizabeth-of-constantinople - abgerufen am 04.09.2026
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/eliskonst - abgerufen am 04.09.2026
• https://www.thebyzantinelegacy.com/kosmidion - abgerufen am 04.09.2026
• https://www.oca.org/saints/lives/2026/04/24/101199-saint-elizabeth-wonderworker-of-constantinople - abgerufen am 04.09.2026
• https://www.johnsanidopoulos.com/2015/04/saint-elizabeth-wonderworker-of.html - abgerufen am 04.09.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.