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Ökumenisches Heiligenlexikon

Rosalia von Palermo

auch: Rusalia
auch: La Santuzza

Gedenktag katholisch: 4. September
Überführung der Gebeine: 15. Juli 4. September (Todestag), 15. Juli (Auffindung der Gebeine)

Name bedeutet: die Rose (latein.)

Einsiedlerin, Nonne
* um 1100 in Sizilien in Italien
† um 1160 auf dem Monte Pellegrino bei Palermo in Sizilien in Italien


Rosalia war der erst spät entstandenen Überlieferung zufolge Tochter des zur griechischen Bevölkerung in Sizilien gehörenden Grafen Sinibald und lebte am Hof der Königin Margareta. Sie wurde dann Nonne im Basilianerorden, zog sich als Einsiedlerin in eine Höhle des Berges Quisquina bei Bivona zurück, begab sich dann auf Wanderschaft und lebte schließlich bis zu ihrem Tod in einer Grotte auf dem Monte Pellegrino bei Palermo. Zahlreiche Legenden ranken sich um ihr Leben.

Erste Zeugnisse der Verehrung von Rosalia finden sich im 12. Jahrhundert in Kalabrien. Eine Ikone des 13. Jahrhunderts aus Palermo zeigt Rosalia neben == Oliva von Anagni; deren Lebensgeschichte könnte Vorbild für die von Rosalia gewesen sein. 1624 wurden Rosalias Gebeine auf dem Monte Pellegrino bei Palermo gefunden und am 15. Juli in den Dom von Palermo überführt; währenddessen kam eine die Stadt belastende Pestepidemie zum Stillstand. Erzbischof Kardinal Doria betrieb nun energisch ihre Kanonisation. Die Grotte auf dem Monte Pellegrino wurde zur bis heute vielbesuchten Wallfahrtsstätte, auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte sie. Rosalias Grab im Dom von Palermo ist Ziel vieler Pilger.

In Bivona wird Rosalia seit dem 14. Jahrhundert verehrt, die Lokaltradition macht ihren Aufenthalt auch in der dortigen Höhle denkbar.

Bartolomé Esteban Murillo: Rosalia vor Maria und dem Jesuskind, um 1670, im Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid

Bartolomé Esteban Murillo: Rosalia vor Maria und dem Jesuskind, um 1670, im Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid

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Kanonisation: Rosalia wurde 1630 ins Martyrologium Romanum aufgenommen.
Attribute: als Einsiedlerin, Kette, Kranz von Rosen, Totenkopf
Patronin von Palermo und Sizilien; gegen Pest

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999