Ökumenisches Heiligenlexikon

Alexander I. von Alexandria

koptischer Name: Ⲁⲗⲉⲝⲁⲛⲇⲣⲟⲥ

Gedenktag katholisch: 26. Februar
Todestag: 17. April

Gedenktag orthodox: 29. Mai

Gedenktag koptisch: 17. April
als Konzilsvater: 5. November

Gedenktag äthiopisch-orthodox: 11. August, 12. August

Gedenktag syrisch-orthodox: 26. Februar, 27. April, 2. Mai

Name bedeutet: der Wehrmann (griech.)

Patriarch von Alexandria
17. April 328 oder 326 in Alexandria (?) in Ägypten


Alexander verhinderte mit seiner Kandidatur zum Patriarchen im Jahr 311, dass Arius, der Begründer des Arianismus, dieses Amt antreten konnte. Alexander trat gegen Ende der großen Verfolgungen sein Amt an und hatte gegen die Zustände zu kämpfen, die durch viele Wechsel im Bischofsamt und lange Vakanzen enstanden waren und die Arius in seine Position gebracht hatten. Alexander hielt - vermutlich 318 - in Alexandria eine SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. ab, die von fast 100 Bischöfen aus Ägypten und Libyen besucht wurde und auf der er Arius exkommunizierte.

Alexander vertrat gegen Arius die Lehren von Origenes. Demnach ist der Fleisch gewordene Logos Jesus Christus zwar gezeugt, aber dennoch ewig. Alexander bezeichnete den Sohn als dem Vater ähnlich dem Wesen nach, mied aber die 268 von der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Antiochia - dem heutigen Antakya - verworfene Formel wesenseins mit dem Vater; er ist dem Vater untergeordnet und steht als Gezeugter zwischen Gott und den Geschöpfen. Der Heilige Geist ist demnach durch den Sohn hervorgebracht und darum diesem untergeordnet.

Alexander teilte Patriarch Alexander von Konstantinopel und allen übrigen Verteidigern der apostolischen Lehre - darunter Philogonios von Antiochia und Eustathios von Antiochia - die Amtsentsetzung seines Presbyters Arius mit und erbat deren Zustimmung zur Exkommunikation. Aber Bischof Eusebius von Nikomedia - dem heutigen Ízmit - setzte sich für seinen Freund Arius ein; eine SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Bithynien erklärte sich für Arius, mehrere Bischöfe, darunter auch Eusebius von Cäsarea, verwandten sich für Arius. Alexander blieb aber hart, auch als Arius in einem ehrerbietigen Schreiben seine Auffassungen zu rechtfertigen suchte. Kaiser Konstantin sandte nun Bischof Hosius von Córdoba zu Alexander, um zu vermitteln, und gab ihm ein Schreiben mit, das zur Beilegung des Streites über so geringfügige Dinge aufforderte. Da Hosius erfolglos blieb, berief Konstantin das 1. Konzil von Nicäa ein, wo Alexander zusammen mit seinem Sekretär und späteren Nachfolger Athanasios ein wichtiger Wortführer war. Nach längeren Verhandlungen bekannte sich das Konzil zur Wesenseinheit des Sohnes mit dem Vater und verdammte Arius.

Alexander war beim Volk hoch angesehen, galt als liberal, als Förderer der Armen und lebte streng asketisch. Von einer Sammlung von Briefen Alexanders sind drei erhalten, dazu eine HomilieEine Homilie (von griech.„ὁμιλεῖν”, „vertraut miteinander reden”) ist eine Art von Predigt. Während eine Predigt die Großtaten Gottes preist (lat. „praedicare”, „preisen”) und Menschen für den Glauben begeistern will, hat die Homilie lehrhaften Charakter. Über Seele und Leib und das Leiden des Herrn und Fragmente von Predigten und weiteren Briefen.

Bauernregel: Alexander und Leander / suchen Märzluft miteinander.

Worte des Heiligen

Warum und wozu wurde Gott Mensch, warum musste er leiden ?
Christus hat durch seinen Tod die Schuld des Todes, dem der Mensch verfallen war, gelöst. Welch neues / unerhörtes und unsagbares Geheimnis! Der Richter wurde gerichtet; der, der von Sünden befreite, wurde gefesselt; es wurde verspottet, der die Welt geschaffen hatte; er wurde ausgespannt (am Kreuz), der den Himmel ausgespannt hatte; mit Galle gespeist wurde der, der Manna als Speise gereicht hat; es starb, der lebendig macht; er wurde in ein Grab gelegt, der die Toten auferweckt. Es erstaunten die Mächte, es zitterten die Elemente, die ganze Schöpfung wurde erschüttert, die Erde bebte und ihre Fundamente schwankten: Die Sonne entzog sich, die Elemente wurden umgewälzt, das Tageslicht zog sich zurück; denn sie ertrugen es nicht, ihren Herrn gekreuzigt zu sehen.
Bestürzt sprach die Schöpfung: Was ist das für ein neues Geheimnis? Der Richter wird gerichtet und schweigt; der Unsichtbare lässt sich sehen und wird nicht aus der Fassung gebracht; der Unbegreifbare lässt sich fassen und ist nicht ungehalten; der Unermessliche lässt sich messen und wehrt sich nicht dagegen; der Leidensunfähige leidet und rächt nicht das ihm angetane Unrecht; es stirbt der Unsterbliche und er beklagt sich nicht; der Himmlische wird bestattet und erträgt dies mit Gleichmut. Was ist das, sage ich, für ein großes Geheimnis! Ganz sicher erstarrt die Schöpfung vor Staunen!
Als unser Herr vom Tode erstand und diesen mit Füßen trat, als er den Starken fesselte und den Menschen befreite, da staunte die ganze Schöpfung über den Richter, der wegen Adam gerichtet wurde, über den Unsichtbaren, der sichtbar wurde, den zum Leiden Unfähigen, der gelitten hat, den Unsterblichen, der gestorben ist, den Himmlischen, der in der Erde bestattet wurde. Denn unser Herr wurde Mensch; er wurde verurteilt, um Barmherzigkeit zu erweisen; gebunden, um zu lösen; gefangengenommen, um zu befreien, gestorben, um uns neues Leben zu geben; bestattet, um uns aufzuerwecken. Denn als der Herr litt, litt seine Menschheit, die er dem Menschen ähnlich hatte; er, der Menschen ähnlich war, löste das Leiden auf; und durch sein Sterben beseitigte er den Tod. Er stieg darum auf die Erde herab, um den Tod, den aufständischen Mörder der Menschen, zu töten. Ein einziger nämlich unterwarf sich dem Gericht, aber Myriaden wurden befreit; einer wurde bestattet, Myriaden standen von den Toten auf. Dies ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen; dieser ist die Auferstehung und das Heil aller; dieser ist der Führer der Irrenden, der Hirte der befreiten Menschen, das Leben der Toten, der Lenker der Cherubine, der Vorkämpfer der Engel, der König der Könige; ihm sei Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

Quelle: Patrologia Graeca, Bd. 18, Sp. 589; eigene Übersetzung

Zitat von Alexander:

Das Wort, das ohne Missgunst vom Himmel herabgesandt wird, vermag unsere Herzen zu erquicken, wenn wir für seine Kraft offen und bereit sind, nicht nur durch Sprechen, sondern auch durch Hören. Denn wie Regen ohne Erde keine Früchte hervorbringt, so kann auch das Wort nicht ohne Hören Frucht bringen, aber auch das Hören nicht ohne das Wort. Das Wort wird ferner erst dann fruchtbar, wenn wir es aussprechen; in gleicher Weise das Gehör, wenn wir hören. Wenn also das Wort seine Kraft entfaltet, dann leiht ihm ohne Missgunst euer Ohr; und wenn ihr zum Hören herantretet, reinigt auch von aller Missgunst und Ungläubigkeit!

Quelle: Patrologia Graeca, Bd. 18, Sp. 606; eigene Übersetzung

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

  Online zu lesen von Alexander: Das Dekret zur Amtsenthebung des Arius in Englisch.

Catholic Encyclopedia

  Das Dekret zur Amtsenthebung des Arius gibt es auch auf deutsch in der Bibliothek der Kirchenväter der Université Fribourg, ebenso sein Rundschreiben an alle Mitdiener der katholischen Kirche aller Orten und sein Schreiben an Alexander von Konstantinopel.

  Schriften von Alexander gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.02.2022

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München, 1997
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• http://www.newadvent.org/cathen/01296a.htm
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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