Ökumenisches Heiligenlexikon

Dominikus Collins

irischer Name: Doiminic O Coileain

Gedenktag katholisch: 31. Oktober
gebotener Gedenktag in Irland: 20. Juni
nicht gebotener Gedenktag im Jesuitenorden: 30. Oktober

Name bedeutet: dem Herrn gehörend (latein.)

Ordensmann, Märtyrer
* 1566 in Youghal in der Grafschaft Cork in Irland
31. Oktober 1602 daselbst


Kupferstich, 18. Jahrhundert (?), in der National Portrait Gallery in London
Kupferstich, 18. Jahrhundert (?), in der National Portrait Gallery in London

Dominikus war ein Sohn der Kaufmannsfamilie John und Felicity Collins; sein Vater und dann auch sein Bruder waren Bürgermeister in Youghal. Dominikus ging 1586 nach Nantes und schloss sich dort der Kavallerie an. 1589 bekämpfte er mit der Katholischen Liga die Hugenotten in der Bretagne, wurde zum Kapitän befördert und dann zum Militärgouverneur des den Hugenotten abgenommenen Gebietes. Dann trat er in die Dienste des Königs Philipp II. von Spanien und diente in der Armee in der Garnison - an der Stelle des heutigen Parkes San Carlos - in A Coruña. Dort traf er einen aus Irland stammenden Priester der Jesuiten, unter dessen Einfluss er 1598 ins Noviziat der Jesuiten in Santiago de Compostela eintrat. Dort versorgte er Opfer der ausgebrochenen Pest und durfte 1601 die Gelübde ablegen.

Als König Philipp III. von Spanien eine Militärexpedition startete, um den Aufstand gegen die anglikanische Herrschaft in Britannien zu unterstützen, wurde Dominikus aufgrund seiner militärischen Erfahrungen mitgeschickt. Nach der Niederlage in der Schlacht von Kinsale am Heiligen Abend verschanzte er sich mit 143 irischen Soldaten im - heute in Ruinen liegenden - Dunboy Castle in Droum Wood bei Cork, das dann von 4.000 englischen Truppen belagert und im Juni 1602 eingenommen wurde. Dominikus und zwei weitere Überlebende wurden gefangen genommen und nach Cork gebracht, wo sie gefoltert und die beiden irischen Soldaten bald hingerichtet wurden. Dominikus wurde in seine Heimatstadt gebracht, zum Tod verurteilt und am Nordtor erhängt.

Kanonisation: Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Seligsprechungsprozess für die irischen Märtyrer eingeleitet; dabei wurden 460 Namen erfasst, 258 Fälle wurden näher untersucht, 16 Märtyrer wurden schließlich am 27. September 1992 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.08.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://en.wikipedia.org/wiki/Dominic_Collins - abgerufen am 14.08.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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