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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ferdinand Maria Baccilieri

italienischer Name: Fernando

Gedenktag katholisch: 13. Juli
Fest bei den Dienerinnen Mariens von Galeazza
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Bologna und im Servitenorden: 1. Juli

Name bedeutet: F: der friedliebende Kühne (althochdt.)
M: nach Maria

Priester, Tertiar, Ordensgründer
* 14. Mai 1821 in Reno Finalese bei Modena in Italien
† 13. Juli 1893 in Galeazza bei Modena in Italien


Ferdinand, einziger Sohn von Domenico Baccilieri und Leonilde Dalla Bona, die als wohlhabende Bauern ihre christliche Überzeugung lebten, hatte fünf Schwestern. Zur Erziehung wurde er ins Kolleg der Barnabiten in Bologna geschickt, dann zu den Jesuiten nach Ferrara. 1838 trat er in die Gesellschaft Jesu ein und lebte als Novize an Sant'Andrea al Quirinale; da er wegen seiner schwachen Gesundheit der harten Disziplin der Jesuiten nicht entsprechen konnte, musste er das Ordensleben unterbrechen. Ferdinand kehrte nach Hause zurück und nahm dann in den Seminaren in Finale Emilia und Modena nahm er die philosophischen und theologischen Studien wieder auf, bis er 1844 in Ferrara zum Priester geweiht wurde.

Ferdinand Maria Baccilieri
Ferdinand Maria Baccilieri

Ferdinand wirkte dann als Pfarrer in Reno Finalese und von 1844 bis 1851 als Lehrer und geistlicher Begleiter im Seminar in Finale Emilia sowie als geschätzter Missions- und Fastenprediger. In Bologna wurde er in Zivil- und Kirchenrecht promoviert; nebenbei arbeitete er ab 1851 als geistlicher Verwalter in Galeazza unter Bauern, Tagelöhnern und Handwerkern, die meist unter harten wirtschaftlichen Umständen lebten. Ferdinand gelang die moralische und religiöse Erneuerung dank seiner überzeugenden und offenen Worte und seines einfachen und arbeitsamen Lebens, das ganz auf das moralische und materielle Wohlergehen seiner Pfarrfamilie ausgerichtet war. 1852 wurde er dort zum Pfarrer ernannt und wirkte 41 Jahre bis zu seinem Tod. Andere Aufgaben, die seiner Bildung und seinen Fähigkeiten angemessener gewesen wären, hat er immer abgelehnt.

Schon am Beginn seines pastoralen Wirkens gründete Ferdinand eine Bruderschaft der Schmerzensmutter. Dem Servitenorden wollte er als Tertiar angehören, ebenso rief er in seiner Pfarre eine Bruderschaft des Drittordens der Serviten ins Leben. Auf vielfältige Weise brachte er seine Marienverehrung in liturgischen Feiern zum Ausdruck und versuchte sie in den Herzen der Gläubigen zu festigen; aus der Betrachtung der Schmerzen Mariens sollten sie Kraft und Hilfe schöpfen. Bei seinem Tod sagte der Erzbischof von Bologna, dass Ferdinand aus seiner Pfarre Galeazza einen vielbesuchten Wallfahrtsort gemacht habe.

Ein besonderes Anliegen war Don Ferdinando die Berufung der Laien. Er förderte ihre Mitarbeit durch die Gründung verschiedener Verbände, so einer Kongregation von Serviten-Schwestern. Ihre Aufgabe war der Unterricht in der christlichen Lehre, die Erziehung armer Mädchen, die Sorge um die Kranken, die Hilfe für die Bedürftigen. Die ursprüngliche Gruppe von Tertiarschwestern fand sich 1852 zum gemeinschaftlichen Leben zusammen, wurde vom Vatikan anerkannt unter dem Namen der Kongregation der Schwestern Servitinnen von Galeazza und verbreitete sich in vielen Ländern.

Am 1. Juli 1999 wurde Ferdinands Leichnam in eine Kapelle der Pfarrkirche von Galeazza überführt.

Kanonisation: Papst Johannes Paul II. sprach Ferdinand Baccilieri am 3. Oktober 1999 selig.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.01.2018

Quellen:
• Provinzialat der Tiroler Servitenprovinz (Hg.): Serviten. Die Heiligen und Seligen des Ordens. Selbstverlag der Serviten, Innsbruck 2011

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.