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Ökumenisches Heiligenlexikon

Franziskus Spinelli

italienischer Name: Francesco

Gedenktag katholisch: 6. Februar

Name bedeutet: der Franke (latein.)

Priester, Ordensgründer
* 14. April 1853 in Mailand in Italien
† 6. Februar 1913 in Rivolta d'Adda in Italien


Franziskus Spinelli besuchte die Schule am Alessandro-Kolleg in Bergamo und trat dort ins Priesterseminnar ein, 1875 wurde er geweiht. Er war dann als Lehrer für Philosophie am Kollg tätig. Wichtig war ihm die Verehrung der EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23.; er sammelte hierfür eine Gruppe junger Frauen, daraus erfolgte unter seiner Anleitung 1882 in Bergamo die Gründung der Suore Adoratrici del Santissimo Sacramento, die Schwestern der Anbeterinnen des heiligsten Sakraments zur Anbetung der Eucharistie und zu caritativen Werken durch Gertrud Comensoli.

Nachdem Gertrud Comensoli sich 1889 mit 73 Schwestern abgespalten hatte, weil Franziskus für sie zu sehr die Erziehung der Mädchen in den Mittelpunkt stellte und weil es finanzielle Probleme gab, führte Franziskus - unterstützt vom Bischof von Cremona - den Orden mit 33 Schwestern in Rivolta d'Adda allein weiter; hier betreuten die Schwestern auch Waisen, Behinderte und gefährdete Mädchen und pflegten den v. a. in seinen letzten Lebensjahren oft kranken Franziskus.

Kanonisation: Franziskus Spinelli wurde am 21. Juni 1992 durch Papst Johannes Paul II. in Caravaggio bei Mailand seliggesprochen.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 4. Christiana, Stein am Rhein 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.