Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Hashimoto und Familie

Gedenktag katholisch: 6. Oktober

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Katechet, Märtyrer
6. Oktober 1619 in Kyoto in Japan


Johannes Hashimoto Tahioye war Samurai. Nachdem unter Shogun Tokugawa Ieyasu 1613 die Verfolgung der Christen in Japan begonnen hatte, befahl sein Nachfolger, Shogun Hidetada Tokugawa, im Herbst 1619 bei einem Besuch in Kyoto die Hinrichtung von 52 Japanern, die inhaftiert waren, weil sie sich geweigert hatten, ihren Glauben aufzugeben. Die 52 Verurteilten - 26 Männer und 26 Frauen, dazu elf Kinder unter 15 Jahren, darunter Säuglinge - wurden in offenen Karren durch die Hauptstraßen geführt, um andere in der Stadt versteckte Christen zu warnen, und ans Ufer des Kamo-Flusses gebracht an eine Stelle unweit der heutigen, Franz Xaver geweihten Kathedrale. Dort waren Holzkreuze errichtet worden, an deren Füßen Brennholz gestapelt war. Der Katechet Johannes Hashimoto wurde als erster an ein Kreuz gefesselt und dort dem Feuer ausgeliefert; er hatte sich den besonderen Zorn der Gefängniswärter zugezogen, weil er mit seinen inhaftierten Mitchristen häufig betete, ihnen predigte und sie ermutigte, Jesus Christus trotz der Androhung von Folter und Tod treu zu bleiben.

Noch am selben Tag wurden Johannes' schwangere Frau Thekla und ihre Kinder am Kreuz im Feuer getötet: die dreijährige Luisa / Ludovica und der zwölfjährige Sohn Thomas waren an ihrer rechten Seite, der achtjährige Franziskus war an ihrer linken Seite an ihr Kreuz gebunden; ihr sechsjähriger Sohn Petrus, ihre Tochter Martha und ihre 13-jährige Tochter Katharina waren an ein anderes Kreuz in der Nähe gebunden.

Am Abend begruben Katholiken heimlich etwa 30 in der Asche gefundene Leichen der insgesamt weiteren 44 Getöteten - zumeist einfache Leute und junge Mütter mit ihren Kindern. Der Ort dieses Massengrabes in Kyoto ist bis heute unbekannt. Das älteste Kind der Familie Hashimoto, Michael, war nicht zu Hause, als der Rest der Familie festgenommen wurde. Später erschien er im Gefängnis und erklärte seine Absicht, sich auch als Märtyrer seiner Familie anzuschließen, wurde jedoch abgewiesen, da sein Name nicht auf der Liste der Verurteilten stand. Der Pater Didacus Ryosetsu Yuki hatte den gefangen Genommenen die Beichte Abgenommen; er und ein ausländischer Priester waren Zeugen der Martyrien und lieferten einen der detailliertesten Berichte in der Geschichte der Martyrien in Japan. Einige Jahre später wurde er selbst gemartert.

Kanonisation: Die ganze Familie Hashimoto wurde am 24. November 2008 auf Anweisung von Papst Benedikt XVI. durch Erzbischof Peter Seiichi Shirayanagi von Tokio als Teil der Gruppe von insgesamt 188 Märtyrern in Japan im Baseballstadion in Nagasaki seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.12.2020

Quellen:
• https://maristfathers.org.au/Pages%20special/0411%20Hashimoto.html
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/94485
• https://www.deviantart.com/nowitzkitramonto/art/Bl-Thecla-Hashimoto-530644963

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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