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Ökumenisches Heiligenlexikon

Kunibert von Köln

auch: Cunibertus, Gumpertus

Gedenktag katholisch: 12. November
gebotener Gedenktag im Bistum Köln
Diözesankalender Trier
Übertragung der Gebeine: 5. September

Name bedeutet: der Glanz der Sippe (althochdt.)

Bischof von Köln
* um 590 in der Moselgegend
† um 663 in Köln in Nordrhein-Westfalen


Kunibert aus adeliger Familie wurde am Hof Theudeberts II. in Metz erzogen, dann Rat des Königs von Austrasien, Dagobert I., und Erzieher von dessen Sohn Sigibert III., den er ab 1634 zusammen mit Herzog Adalgisil auch als Regent vertrat, solange dieser noch Kind war. Kunibert wirkte dann als Archidiakon in Trier und wurde dort durch die von iroschottischen Missionaren geprägte Reichsgesellschaft geprägt. Wohl 623 wurde er Bischof von Köln, das er endgültig ins Merowingerreich einband. Kurz nach seiner Wahl soll ihm eine Taube bei der Messe in der St.-Ursula-Kirche die Grabstätte der Ursula offenbart haben. Er gründete das Doppelkloster Stablo - das heutige Stavelot - und - nach allerdings später Überlieferung - das dann nach ihm benannte Kloster und brachte die Diözese zum Blühen. Gegen einzelne Sonderinteressen vertrat er eine kirchliche Ordnung für das gesamte Frankenreich und unterstützte die Mission in Friesland, Sachsen und unter den Brukterern um Soest.

Nach Dagoberts Tod 639 vertrat er als Gesandter von König Sigibert III. neben Pippin dem Älteren die Interessen von Austrasien bei der Versammlung in Compiègne, auf der die Reichsteilung beschlossen wurde. Späte Überlieferung schreibt ihm die Weihe der Bischöfe Theodard von Tongern-Maastricht und Lambert von Maastricht zu; zumindest letztere ist höchst unwahrscheinlich, da sie erst nach 669 stattfand.

Kunibert ließ - wohl über einem früheren römischen Brunnenheiligtum - die St.-Clemens-Kirche in Köln bauen, die Vorgängerin der ab dem 9. Jahrhundert nach ihm St. Kunibert benannten Kirche, in der er sein Grab erhielt. Der Überlieferung zufolge starb er als Märtyrer.

Kunibert-Schrein von 1869, in der St.-Kunibert-Kirche in Köln
Kunibert-Schrein von 1869, in der St.-Kunibert-Kirche in Köln

Kuniberts Verehrung als Heiliger ist seit dem 9. Jahrhundert in der Diözese Köln und deren Nachbargebieten bezeugt; um 875 entstand seine Lebensgeschichte. 1168 wurden Kuniberts Gebeine erhoben, was der Heiligsprechung gleichkommt. Ab 1215 wurde an der Stelle seiner Clemens-Kirche ein Neubau errichtet, die heutige Kirche St. Kunibert. Kuniberts Reliquien ruhen dort in einem Schrein links des Hauptaltares. Der Brunnen in der Krypta wird inzwischen Kunibertspütz genannt; früher soll sein Wasser Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch zur Fruchtbarkeit geholfen haben. Der Legende zufolge befindet sich am Grund des Brunnens ein Platz, an dem Kinder spielen und von Maria mit Brei gefüttert werden, bis sie dann geboren werden.

Attribute: Taube

Martyrologium Romanum Flori-Legium

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• Christoph Machat: St. Kunibert in Köln = Rheinische Kunststätten, Heft 58. 3. Aufl., Köln 2005
• Adriaan Breukelaar. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz † (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. IV, Herzberg 1992