Louise-Blanche-Thérèse Perucard de Ballon
Taufname: Louise
Gedenktag katholisch: 15. Dezember
Name bedeutet: L: berühmte Kämpferin (althochdt. - französisch)
B: die Weiße (latein. - französisch)
T: von der Insel Thera (der heutigen Insel Santorin) stammend (griech.)
Louise Perucard de Ballon wurde im Alter von sieben Jahren den Zisterzienserinnen im - heute spurlos abgegangenen - einsam in den Bergen hoch über Annecy gelegenen Kloster Sainte-Catherine-du-Mont-de-Semnoz zur Erziehung übergeben. 1607 trat sie im - noch hute aktiven - Kloster in Tamié bei Plancherine nahe Albertville mit dem Ordensnamen Thérèse in den Orden ein; mehrere Verwandte ihrer Mutter waren dort Äbte gewesen. Bei Exerzitien unter Leitung von Bischof Franz von Sales, ihrem Onkel, fasste Thérèse den Entschluss, ihr Kloster nach der ganzen Strenge der Regel zu reformieren.
Da Thérèse diesen Vorsatz aber nicht realisieren konnte, erlaubte ihr Franz
von Sales, 1622 zusammen mit vier Gefährtinnen in Rumilly bei Annecy das damalige reformierte
Kloster zu gründen als Kongregation der
Reformierten Bernhardinerinnen von der göttlichen Vorsehung
, benannt nach
Bernhard von Clairvaux. Die Kongregation mit ihren Klöstern
unterstand nun nicht mehr dem Zisterzienserorden, den Thérèse als kompromittiert ansah, sondern dem Bischof.
1624 schlossen sich andere Nonnen der Kongregation der Reformierten Bernhardinerinnen von der göttlichen Vorsehung
an und gründeten das damalige Kloster Sainte-Cecile
- heute das Privatmuseum Cabinet Rembrandt - in Grenoble.
1626 folgte eine weitere Gründung in La Roche-sur-Foron bei Annecy - zunächst im Schloss Saix, dann 1627 das damalige Kloster in Seyssel bei Belley und 1639 das damalige Kloster neben der Kirche Saint-François de Sales in Annecy. Ein Teil dieser Klöster trennte sich später von der Ordensgründerin, was ihr viel Leiden und Demütigungen einbrachte.
Reformierten Bernhardinerinnen von der göttlichen Vorsehungin Collombey bei Monthey
Die Klöster der Reformierten Bernhardinerinnen von der göttlichen Vorsehung
in Frankreich wurden alle in der
Französischen Revolution geschlossen. Das einzig verbliebene ist das 1647 gegründete
Kloster in Collombey bei Monthey in der Schweiz.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 24.09.2026
Quellen:
• Martyrologium Sancrucense, Heiligenverzeichnis für das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz. 4. Aufl., Heiligenkreuz 2011
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Louise_de_Ballon - abgerufen am 18.07.2023
• http://champ.delette.free.fr/villages_autres/_ballon_eboul_1758.php - abgerufen am 18.07.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Couvent_des_Bernardines_d%27Annecy - abgerufen am 16.09.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Couvent_des_Bernardines_de_La_Roche-sur-Foron - abgerufen am 16.09.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.