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Ökumenisches Heiligenlexikon

Meletios I. von Alexandria

eigentlich: Meletios I. Pegas

Gedenktag orthodox: 13. September

Name bedeutet: der Fürsorgliche (griech.)

Patriarch von Alexandria
* 1549 in Candia, heute Iráklio auf Kreta in Griechenland
13. September 1601


griechische Ikone
griechische Ikone

Meletios, geboren als Sohn einer vornehmen Familie in der Zeit, als Kreta unter venezianischer Herrschaft stand, studierte zunächst in Padua Kirchenrecht und Philosophie, danach in Venedig Medizin. Nach seiner Rückkehr nach Kreta wurde er Mönch mit dem Namen Meletios im Kloster Apezanón bei Mires und schließlich Abt im Kloster Angarathos bei Peza.

Nach einer kurzen Zeit im Katharinenkloster auf dem Sinai trat Meletios 1579 in die Dienste der orthodoxen Patriarchalgerichte in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - und des griechisch-orthodoxen Patriarchen Sylvester in Alexandria, dem er auch als Kanzler diente. 1580 wurde er Sylvesters Nachfolger als griechisch-orthodoxer Patriarch von Alexandria und setzte sich erfolgreich für eine Loslösung der Koptischen Kirche vom Einfluss der katholischen Kirche ein; v. a. Jesuiten hatten damals versucht, den koptischen Patriarchen Gabriel VIII. Schenuda zur Anerkennung des Papstes in Rom zu bewegen, was Meletios verhindern konnte; er erreichte aber keine engere Verbindung der koptischen Kirche zur orthodoxen Kirche.

1593 und 1597 nahm Meletios an SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Konstantinopel teil; bei ersterer war Meletios einer derjenigen, die die Gründung des Patriarchats von Moskau anerkannten; energisch widersetzte er sich den Verhandlungen der orthodoxen Bischöfe in Polen-Litauen mit der römisch-katholischen Kirche, die 1596 zur Union von Brest-Litovsk führten. In einem Schreiben an König Sigismund III. von Polen sprach er sich gegen den Primat des römischen Papstes und gegen das „Filioque” im Glaubensbekenntnis aus. Gleichzeitig entwickelte er Beziehungen zu Vertretern des neu gegründeten Protestantismus. Im Jahr 1596 diente er zugleich Gabriel I., dem Patriarchen von Konstantinopel, als Generalsekretär, nach dessen Tod verwaltete er auch das Amt 1997 bis 1598 und noch einmal 1601.

Von Meletius sind mehr als 300 Briefe, Predigten und theologische Schreiben erhalten.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 15.04.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2016/09/saint-meletios-pegas-patriarch-of.html
• https://el.wikipedia.org/wiki/Μελέτιος_Πηγάς

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.