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Ökumenisches Heiligenlexikon

Paul Josef Nardini

Taufname: Paul Josef Lichtenberger

Gedenktag katholisch: 27. Januar
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Speyer
bei den Mallersdorfer Schwestern: 22. Oktober

Name bedeutet: P: der Kleine (griech.)
J: Gott hat hinzugefügt (hebr.)

Pfarrer, Ordensgründer
* 25. Juli 1821 in Germersheim in Rheinland-Pfalz
† 27. Januar 1862 in Pirmasens in Rheinland-Pfalz


Bild in der Pfarrkirche Sankt Martin in Medelsheim
Bild in der Pfarrkirche Sankt Martin in Medelsheim

Paul Josef Lichtenberger wurde als uneheliches Kind geboren; sein Vater war wohl der österreichische General Joseph Zocchi von Morecci, Offizier beim Germersheimer Festungsbau. Paul Josef kam im Alter von zwei Jahren in die Familie einer Großtante und erhielt den Nachnamen Nardini von seinem Pflegevater. Wegen seiner besonderen Begabung konnte er ab 1834 die Lateinschule in Germersheim besuchen und ab 1841 das neu eröffnete Bischöfliche Konvikt in Speyer. Das Studium der Theologie in München beendete er 1846 als Dr. theol. mit Auszeichnung und wurde noch im selben Jahr in Speyer zum Priester geweiht. Er wurde dort Präfekt im bischöflichen Konvikt und 1850 Pfarrverweser in Geinsheim - heute ein Stadtteil von Neustadt an der Weinstraße. 1851 kam er als Pfarrer nach Pirmasens; auch dort sah er die Armut der Menschen in der Zeit der beginnenden Industrialisierung. 1853 trat er in Oggersheim dem 3. Orden der Franziskaner bei und erhielt den Namen Franziskus. Um den Armen in seiner Gemeinde zu helfen, gründete er im selben Jahr zunächst eine Niederlassung der Niederbronner Schwestern von Elisabeth Eppinger; weil diese ihr Mutterhaus im französischen Elsass hatten, waren sie als Ausländerinnen von Ausweisung bedroht, deshalb gründete Nadini 1855 eine eigene Schwesternschaft, die Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zur Betreuung verwahrloster Kinder. 1857 wurde die Gemeinschaft nach anfänglicher Kritik durch den Bischof anerkannt.

Kloster in Mallersdorf heute
Kloster in Mallersdorf heute

Beim Tod von Paul Josef Nardini aufgrund einer Lungenentzündung gehörten 220 Schwestern in 36 Niederlassungen - vor allem in Bayern - den Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie an; seit 1864 ist die Schwesternschaft auch in Rumänien tätig. Die heute nach ihrem 1869 in Mallersdorf nahe Regensburg erbauten Mutterhaus Mallersdorfer Schwesternschaft genannte Kongregation ist heute mit rund 1200 Nonnen eine der größten und eine der vielseitigsten Frauengemeinschaften in Deutschland und seit 1955 auch in Südafrika tätig.

Kanonisation: Paul Josef Nardini wurde am 22. Oktober 2006 im Speyrer Dom vom Münchener Kardinal Friedrich Wetter als Legat des Papstes Benedikt XVI. seliggesprochen.

  Die Mallersdorfer Schwestern informieren auf ihrer Homepage über den Gründer und das Ordensleben heute.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 16.11.2016

Quellen:

• http://www.mallersdorfer-schwestern.de/gruender/biografie.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.