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Ökumenisches Heiligenlexikon

Sixtus III.

Gedenktag katholisch: 19. August
Messe an einigen Orten: 28. März
Weihe der Kirche S. Maria Maggiore: 5. August

Gedenktag orthodox: 28. März

Name bedeutet: der Glatte (griech. - latein.)

Bischof von Rom
* in Rom
† 19. August 440 daselbst


Medaillon, um 1848, in der Kirche San Paolo fuori le Mura in Rom
Medaillon, um 1848, in der Kirche San Paolo fuori le Mura in Rom

Sixtus war Priester in Rom. Zunächst galt er als Anhänger des Pelagianismus, nach dessen Verurteilung durch Papst Zosimus im Jahr 418 war er ein starker Gegner. 432 bestieg er den Stuhl des Bischofs von Rom. Ihm gelang in den Auseinandersetzungen um den Nestorianismus eine Einigung mit der Ostkirche: er unterstützte die Friedensbemühungen von Kaiser Theodosius II., die 433 zur Einigung und zur Versöhnung der Patriarchen Johannes von Antiochia - dem heutigen Antakya / Hatay - und Cyrill von Alexandria führten. In Illyrien verteidigte er die Rechte des apostolischen Vikars von Thessaloniki gegen die Ansprüche des Patriarchen Proklus von Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul.

In Rom entfaltete Sixtus eine rege Bautätigkeit, um die 410 durch die Westgoten verursachten Schäden zu beheben: er ließ am Lateran die unter Kaiser Konstantin errichtete Taufkapelle San Giovanni in Fonte neu bauen - nun achteckig statt kreisrund - und weihte die Basilika Santa Maria Maggiore in Erinnerung an die wichtigen Lehren des Konzils von Ephesus 1. An die kleine Kirche, die über den Katakomben der Cyriaca als Kirche San Lorenzo fuori le Mura erichtet worden war, ließ Sixtus eine größere, Maria geweihte Kirche anbauen - heute das Schiff der aus den beiden Kirchen zusammengebauten Basilika San Lorenzo fuori le Mura. Unsicher ist der Bau der Kirche San Pietro in Vincoli durch ihn zur Aufbewahrung der Ketten des Petrus. Kaiser Valentinian III. kam mit kostbaren Geschenken nach Rom, um Sixtus zu unterstützen. Schon in seiner Regierungszeit hatte sein Diakon, sein späterer Nachfolger Leo I., großen Einfluss.

Sixtus wurde in seiner Kirche - der heutigen Kirche San Lorenzo fuori le Mura - in Rom bestattet. Mehrere ihm zugeschriebene Werke sind nicht echt, ebenso die Dokumente, nach denen sich Sixtus unter Eid von der Anklage der Unzucht befreien musste.

1 Theodor Klausner bestritt 1972 Sixtus' Bauherrschaft; demnach ließ dieser nur zwei Inschriften an der schon gebauten Kirche anbringen.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Die Briefe von Sixtus gibt es in deutscher Übersetzung in der Biliothek der Kirchenväter bei der Universität Fribourg.

  Briefe von Sixtus und seine Lebensgeschichten gibt es online zu lesen auch in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Das Baptisterium San Giovanni in Fonte in Rom ist täglich von 7 Uhr bis 12.30 Uhr und von 16 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.
Die Basilika Santa Maria Maggiore in Rom ist täglich von 7 Uhr bis 18.45 Uhr geöffnet, das Museum und die archäologischen Ausgrabungen täglich von 9 Uhr bis 18.15 Uhr; der Eintritt ins Museum beträgt 3 €, der Eintritt zu den Ausgrabungen (nur mit Führung zu besichtigen) 5 €. (2017)
Die Basilika San Lorenzo fuori le Mura in Rom ist täglich von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 16 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.07.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Adolf v. Harnack: Die Mission und Ausbreitung des Christentums. J. C. Hinrich, Leipzig 1924
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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