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Ökumenisches Heiligenlexikon

Tammarus

italienischer Name: Tammaro, Tàmaro, Tambaro

Gedenktag katholisch: 15. Oktober
in Grumo Nevano und Villa Literno: 16. Januar
in Benevent: 21. Oktober

Name bedeutet: der Lebende (hebr. - latein.)

Bekenner, Bischof von Benevent
* um 410 in Karthago, heute Vorort von Tunis (?) in Tunesien
† 15. Oktober 490 in Benevent in Italien


Giovan Domenico Vinaccia: silbernes Büstenreliquiar, 1677, in der Tammarus geweihten Basilika in Grumo Nevano
Giovan Domenico Vinaccia: silbernes Büstenreliquiar, 1677, in der Tammarus geweihten Basilika in Grumo Nevano

Tammarus war der Überlieferung zufolge Bischof von Karthago 1. Er wurde Opfer der Verfolgung unter dem arianischen Vandalenkönig Geiserich, nachdem dieser 439 die Stadt eroberte hatte. Die Legende erzählt, dass zwölf Bischöfe um == Priscus von Capua in ein Boot gesetzt wurden, dessen Steuerruder man zerstört hatte, damit sie versinken und so keine Erinnerung hinterlassen sollten; Tammarus wurde am Bug plaziert. Unter Führung eines Engels kam das Boot aber am 10. Mai 440 sicher in Italien an und landete in Castel Volturno bei Neapel - oder auch in Cumae, heute Cuma bei Pozzuoli -, von wo aus die Bischöfe als Glaubensboten an verschiedene Orte reisten. Tammarus wurde Einsiedler im Tal zwischen Morcone und Campolattaro. 465 wurde er demnach Bischof von Benevent 2 als Nachfolger von Dorus II.

Andere Überlieferung lässt den Geflüchteten Bischof werden von Atella - dem heute nach ihm benannten San Tammaro bei Neapel - oder von Grumo Nevano bei Neapel, das heute in der Diözese Aversa aufgegangen ist.

Eine rein legendarische Geschichte aus dem 13. Jahrhundert erzählt vom römischen Jüngling Tammarus, der nach Pozzuoli kam und dann drei Jahre lang mit == Marcellinus, Erasmus und Peter am Lucrino-See als Einsiedler lebte. Ungläubige entführten ihn nach Sorrent, schließlich kam er nach Vico Pantano - dem heutigen Villa Literno bei Neapel.

Die Überlieferung von der Flucht der Bischöfe stammt aus der Lebensgeschichte des Bischofs Castrus von Capua, in der auch von seinen Gefährten Rosius, dem ältesten der Vertriebenen, dem edlen Secundus, sowie Tammarus, Heraclius, Benignus, Priscus, Elpidius, Marcus, Augustus, Canion und Vindonius erzählt wird. Die Verehrung ist erst im 12. Jarhhundert nachgewiesen.

In San Tammaro ist Tammarus die Pfarrkirche geweiht. Das Bistum Attela war Ende des 3. Jahrhunderts errichtet worden und wurde 1053 aufgehoben. Das Fest des Ortspatrons findet alljährlich um Ostern statt. In Grumo Nevano findet sein Fest auch am ersten Sonntag im September statt. Nahe Benevent wurde eine Kirche an der Stelle seiner Einsiedelei errichtet, die eine Pilgerstätte wurde, aber heute spurlos verschwunden ist. Später wurden Tammarus' Gebeine unter dem Altar der Kathedrale von Benevent verwahrt, von dort während der Weltkriege im 20. Jahrhundert auf den Monte Vergine bei Avellino in Sicherheit gebracht.

Patron von Grumo Nevano, Villa Literno und San Tammaro

1 In der Liste der Patriarchen von Karthago ist Tammarus nicht enthalten, aber diese ist für die fragliche Zeit lückenhaft.

2 Auch in der Liste der Bischöfe von Benevent fehlt Tammarus, aber auch hier gibt es für die fragliche Zeit Lücken.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.01.2017

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://it.wikipedia.org/wiki/San_Tammaro