Ökumenisches Heiligenlexikon

Alois Grozde
slowenischer Name: Lojze Grozdè

Gedenktag katholisch: 2. Januar

Name bedeutet: der ganz Weise (latein. Form von Alwis, althochdt.)

Dichter, Märtyrer
* 27. Mai 1923 in Zgornje Vodale in Slowenien
† 2. Januar 1943 in Mirna bei Trebnje in Slowenien

Alois Grozde

Alois Grozde

Alois Grozde wurde unehelich geboren, seine Mutter gab ihn zu seiner Tante, wo er ohne viel Liebe aufwuchs und oft in die Einsamkeit der Wälder floh. nach schwieriger Kindheit Mitglied der Katholischen Aktion. In der Schule wurde seine Leidenschaft für Bücher geweckt und sein Talent für Poesie gefördert. Eine Wohltäterin ermöglichte ihm den Besuch des Gymnasiums in Ljubljana, wo er im Jahre 1935 am ihn tief beeindruckenden Eucharistischen Weltkongress teilnahm und sich dann der Katholischen Aktion anschloss, wo er schon bald eine der leitenden Personen wurde. Er betete und empfing die jeden Tag und wollte Priester werden.

Nach der Besetzung der Untersteiermark durch die nationalsozialistische Wehrmacht bildete sich der Widerstand der Partisanen unter Marschall Tito, die auch gegen Kollaborateure mit den Deutschen bzw. Italienern und gegen die katholische Kirche vorgingen. Als Alois Grozde um Weihnachten 1942 Verwandte in seinem Heimatdorf besuchen wollte, wurde er dort am 1. Januar 1943 von einem Partisanenkommando wegen antikommunistischer Propaganda festgenommen und in deren Quartier nach Mirna gebracht. Einige Tage später fanden Kinder seinen Leichnam mit Spuren der Folterung im Wald.

Alois Grozde wurde in Slowenien schon bald als Märtyrer verehrt; er gilt als der erste Märtyrer Sloweniens.

Kanonisation: Im Auftrag von Papst Benedikt XVI. sprach Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am 13. Juni 2010 im Fußballstadion in Celje im Rahmen des slowenischen Eucharistiekongresses vor rund 30.000 Gläubigen Alois Grozde selig.





Quellen:
• http://www.kathpedia.com/index.php?title=Alois_Grozde