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Hanspeter Widrig: moderne Bronzeplastik, 1998, in der Stadt Ornbau im Altmühltal
Jodokus war der Überlieferung nach ein bretonischer Prinz. Als sein älterer Bruder == Judicaelus in ein Kloster eintrat, verzichtete demnach auch Jodokus auf die ihm zufallende Herrschaft und flüchtete um 640, um den Thron nicht besteigen zu müssen. Berichtet wird, wie er seine Krone zu Boden warf, worauf dort eine Quelle entsprungen sei. Er wurde Priester, dann schloss er sich Pilgern an und gründete eine Einsiedelei in Montreuil - dem heutigen Montreuil-sur-Mer -, aus der später die Benediktinerabtei St-Josse-sur-Mer entstand. Die Legenden lassen seine Zelle von einem Fluss umgeben sein; Fische und Vögel, die er fütterte, wurden zahm. Dreimal erschien ihm Christus als Bettler, jedesmal teilte er sein Brot, bis nichts mehr übrig blieb, aber durch das Fenster sah er Schiffe mit Nahrungsmitteln landen.
Auf einer Wallfahrt nach Rom
hatte Jodokus der Überlieferung nach Gespräche mit Martin
von Tours *. Zurückgekehrt gründete er wieder eine
Einsiedelei, wohl die von Runiac - dem heutigen Ortsteil von Theix.
Nach Versuchungen und Heilungen starb er, wie ein Engel anzusehen
. 40 Jahre
lang wurde sein Leib im Grab gesehen als ob er lebe
.
Reliquien von Jodokus kamen der Überlieferung nach zunächst nach Winchester in England, ab 977 wieder zurück nach St-Josse-sur-Mer, das bis heute ein bedeutender Wallfahrtsort ist, und angeblich in die St.-Jodok-Kirche in Landshut in Bayern. In zahlreichen Wallfahrtsorten wird Jodokus zusammen mit Jakobus dem Älteren, verehrt, ab dem 9. Jahrhundert gehörte er lange in Deutschland zu den am meisten verehrten Heiligen. Der Ort St. Jodok nahe Innsbruck ist nach ihm benannt.
Attribute:
als Pilger
Patron
der Pilger, Schiffer, Bäcker; der Blinden; der Siechenhäuser und Haustiere; für
eine gute Ernte; gegen Gewitter, Schadenfeuer, Getreidebrand, Fieber, Pest und
Krankheiten
* Tatsächlich war Martin damals natürlich längst gestorben.
Alfred Rössler,
jetzt Pfr. i. R., früher in der Pfarrei St. Jodok in Landshut, bietet auf seiner ausgezeichnet gestalteten
Homepage ausführliche Informationen
zu Jodokus auch auf Englisch und Französisch..
Eine
interessante wissenschaftliche Abhandlung über Pilgerfahrten
aus Deutschland zu Jodokus mit Ausführungen zu Jodokus und seinem Kloster
und die Bedeutung von Pilgerzeichen bietet Andreas Haasis-Berner auf seiner
Web-Site.
Der
Landrat des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab, Simon Wittmann, informiert auf
seiner Homepage über Jodokus, die
Sankt Jodokkirche und den Sankt Jodokritt in seinem Heimatort Tännesberg.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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