Ökumenisches Heiligenlexikon

Lebuin von Deventer
auch: Liafwin, Livinus, Liebwin

Gedenktag katholisch: 12. November
     in Utrecht: Übertragung der Gebeine: 25. Juni
Name bedeutet: der Freund des Lebens (althochdt.)
Priester, Mönch, Glaubensbote in Friesland
* in England
† um 773 in Deventer in den Niederlanden
Kartenskizze Kartenskizze

Lebuin war Priester und Mönch im Kloster Ripon. Wohl 754, im Jahr des Todes von Bonifatius, ging er zur Mission nach Friesland und arbeitete zusammen mit Markhelm unter der Leitung von Gregor von Pfalzel daran, Bonifatius' Werk fortzusetzen. Sein Wirkungsbereich war damals umkämpft zwischen den teilweise schon christianisierten Friesen, den chrsitlichen Franken und den heidnischen Sachsen. Lebuin gründete um 776 die erste Kirche in Deventer. Auf der Stammesversammlung der Sachsen in Marklo - möglicherweise das heutige Marklohe - unternahm er um 770 einen erfolglosen Missionsversuch: die Sachsen lehnten aus ihrer Opposition gegen die Franken heraus das Christentum ab.

Lebuin wurde durch den damals in Friesland als Missionar tätigen Liudger in seiner Kirche in Deventer bestattet. Um 850 wurde im Kloster Werden - heute ein Stadtteil von Essen - die erste Lebensgeschichte über Lebuin verfasst, die wegen ihrer Schilderung seines Wirkens beim Stammesthing ein historisch wichtiges Dokument zur Stammesverfassung der Sachsen ist. Lebuins Verehrung ist seit dem 9. Jahrhundert bezeugt.

Umstritten ist, ob Lebuin mit Livinus identisch ist.

Patron von Deventer

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• http://www.saintpatrickdc.org/ss/1112.shtml
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997


W3C