Ökumenisches Heiligenlexikon

Leopold Mandic von Castelnuovo
montenegrinischer Name: Bogdan

Gedenktag katholisch: 30. Juli
gebotener Gedenktag im Kapuziner- und im Franziskanerorden: 12. Mai

Name bedeutet: der im Volk Kühne (althochdt.)

Ordensmann, Priester, Mystiker
* 12. Mai 1866 in Castelnuovo, heute Herceg Novi in Montenegro
† 30. Juli 1942 in Padua in Italien

Kartenskizze Kartenskizze

Bogdan Mandic trat mit 18 Jahren in Venedig in den Kapuzinerorden ein; er wollte an einer Vereinigung mit der Orthodoxen Kirche mitwirken. Seine Aufgabe wurde dann aber vor allem, als Beichtvater tätig zu sein, was er unermüdlich tat. Er hatte mystische Gaben wie die der Prophezeihung. *

Schon bei seinem Tod eilte Leopold Mandic der Ruf der Heiligkeit voraus. Noch bei der Graböffnung 1966 war sein Leichnam unverwest.

Kanonisation: 1976 wurde Leopold Mandic selig und 1983 heiliggesprochen.

* Gelegentlich wird von seiner Stigmatisierung berichtet; das ist falsch, wie Pater Oktavian Schmucki vom Kapuzinerorden schreibt: Ich weilte während 43 in Rom, war Mitglied unseres Historischen Instituts und bin in der franziskanischen Hagiologie wirklich kundig. Ich darf Sie mit absoluter Sicherheit versichern, dass der hl. Leopold nie die Wundmale trug. Ich darf Sie hinweisen auf: 'Sulle orme dei santi. Il santorale cappuccino. Santi, beati, vdenerabili, servi di Dio.' [A cura di Costanzo Cargnoni, OFMCap.]. IT-00163 Roma, Istituto Storico dei Cappuccini. Circonv. Occid. 6850, C.P. 18382, 2000. ISBN 88-88001-00-X. Näherhin auf: 'Ecumenismo e riconciliazione', S. 71-84.

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Pater Oktavian Schmucki, E-Mail vom 3. Juni 2006